Erdbeben

Acht Verletzte durch Erdbeben der Stärke 6,9 in Kolumbien

Das Beben verursachte Risse in Gebäuden

Das Beben verursachte Risse in Gebäuden

Durch ein Erdbeben der Stärke 6,9 sind am Samstag in Kolumbien acht Menschen verletzt worden. Das Epizentrum des Bebens lag rund 40 Kilometer von der südwestlichen Grossstadt Pasto entfernt. Mehr als 250 Häuser wurden beschädigt.

Unter den Verletzten war ein Kind, das sich beim Sturz aus der zweiten Etage ein Bein brach. In Cali wurde eine Klinik geräumt, als sich wegen der Erschütterungen Panik breit machte.

"Wegen der grossen Tiefe, in der sich das Beben ereignete, ist es möglich, dass es keine Nachbeben gibt", sagte der Seismologe Jaime Raigosa dem Sender Blu Radio. Der Leiter der nationalen Krisenmanagement-Behörde, Carlos Iván Márquez, sagte dem Fernsehsender Caracol: "Es gibt keine Situation, die irgendjemand in Gefahr gebracht hat."

Staatschef Juan Manuel Santos erklärte über den Kurznachrichtendienst Twitter: "Wir sind sehr aufmerksam hinsichtlich des Erdbebens, das sich in Nariño ereignet hat." Die 400'000-Einwohner-Stadt Pasto liegt am Fuss des Vulkans Galeras in der Provinz Nariño.

Die Erschütterungen waren im Süden und Westen Kolumbiens sowie in der Hauptstadt Bogotá zu spüren. Auch das Nachbarland Ecuador war betroffen. Die Feuerwehr der Hauptstadt Quito rief die Einwohner via Twitter auf, ruhig zu bleiben und vorsichtig zu sein.

Bereits im September hatte sich im Südwesten Kolumbiens ein Beben der Stärke 7,1 ereignet. Dabei war niemand verletzt worden; es entstanden auch keine grösseren Sachschäden. Kolumbien und Ecuador liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, auf dem die Erde wegen der Reibung tektonischer Platten immer wieder stark bebt.

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