Weisse Wellen

870 Kilo reinstes Kokain an Frankreichs Strände gespült – fürs Einsammeln drohen harte Strafen

Weisse Wellen: 870 Kilo reinstes Kokain an Frankreichs Strände gespült

Damit die Bevölkerung die Pakete nicht einsammeln kann, sind grosse Küstenabschnitte gesperrt worden.

Die Pakete sind so gross wie Schuhkartons, der Inhalt ist extrem rein: An die Atlantikküste Frankreichs sind 870 Kilo Kokain gespült worden. Fast gleichzeitig ist es in Italien zu einen Rekordfund gekommen: 1200 Kilo Kokain sind im Hafen Gioia Tauro in Kalabrien in Bananenkisten entdeckt worden.

Die Herkunft der Kokain-Schwemme in Frankreich ist noch unklar. Damit die Bevölkerung die Pakete nicht einsammeln kann, sind grosse Küstenabschnitte gesperrt worden. 

Zudem warnen die Behörden vor dem Konsum: Das Kokain ist derart rein, dass dies gefährlich wäre. «Dieses Produkt darf unter keinen Umständen konsumiert werden. Es besteht ein hohes Risiko einer Überdosis», sagt Philippe Astruc, Staatsanwalt in Rennes. 

Die Pakete einzusammeln wäre ein krimineller Akt: «Das kann mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft werden», so Astruc.

Rekord-Fracht aus Südamerika

In Italien hat die Polizei derweil Kokain in Rekordmengen mit dem Ziel Deutschland beschlagnahmt. Fast 1200 Kilo mit einem Marktwert von mehr als 250 Millionen Euro seien im Hafen Gioia Tauro in Kalabrien in Bananenkisten entdeckt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Fracht kam aus Südamerika.

«Es handelt sich um eine der grösste Drogenbeschlagnahmungen, die jemals auf nationalem Gebiet gemacht wurden», hiess es in der Mitteilung.

Der Containerhafen in Gioia Tauro ist einer der weltweiten Hauptumschlagplätze von Kokain. Verwickelt ist darin die kalabrische Mafia 'Ndrangheta. (CHM/SDA)

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