Dies berichtete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag. Das Wasser im Stausee hatte Ende Oktober den höchsten Stand erreicht, wodurch die Boote besser manövrieren konnten.

Der Unrat bestand zu grösseren Teilen aus Baumstämmen, Ästen und Stroh, aber auch aus Haushaltsmüll. Flussaufwärts des Damms leben mehr als 150 Millionen Menschen.

Der Müll wird vielfach direkt in den Jangtse-Fluss geworfen, da die Dörfer und Städte am Ufer des Jangtse keine Müllentsorgungssysteme haben. Zudem waren durch schwere Regenfälle im August grosse Mengen Abfall in den längsten Wasserlauf Chinas gespült worden, die sich schliesslich am Damm aufstauten.

Die Führung in Peking hält den 22 Milliarden Dollar teuren Drei-Schluchten-Staudamm für ein Wunder der Technik. Kritiker führen jedoch an, dass der Damm massive Umweltschäden verursacht habe. Durch den Bau hatten 1,4 Millionen Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen. Mehrere Kulturstätten wurden überschwemmt.