Damit beteiligten sich in etwa so viele Demonstranten an der Kundgebung wie eine Woche zuvor. Der Regierungsgegner Dmitro Bulatow wurde per Telefon zugeschaltet und rief die Demonstranten zum Durchhalten auf.

"Wir habe nicht die Absicht, uns zu ergeben", sagt er unter dem Beifall der Menge. Bulatow, der nach eigenen Angaben verschleppt und gefoltert worden war, wird derzeit in Litauen medizinisch behandelt.

Das Zentrum Kiews wird seit 80 Tagen von den prowestlichen Demonstranten belagert. Anlass der Massenproteste war die Entscheidung von Präsident Viktor Janukowitsch, ein über Jahre mit der Europäischen Union ausgehandeltes Assoziierungs- und Freihandelsabkommen nicht zu unterzeichnen - und stattdessen eine engere Anbindung an Russland zu verfolgen.