Obwohl aus Sicht der Küstenwache Malta für die Rettung zuständig war, kamen die Menschen übereinstimmenden Medienberichten zufolge in Lampedusa an. Das Boot mit den Flüchtlingen habe es selbst bis in den Hafen der Insel geschafft, drei Meilen vor der Küste sei es von der italienischen Küstenwache begleitet worden, teilte die Behörde mit.

"Von der italienischen Küstenwache wurden 70 Leben gerettet und sind sicher im Hafen von Lampedusa", erklärte die NGO Mediterranea, die mit einem Beobachtungsschiff im Mittelmeer unterwegs ist. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge waren die Menschen aus Eritrea, Ghana und Syrien etwa 35 Stunden auf dem Boot unterwegs.

Seit Italiens Innenminister Matteo Salvini eine rigorose Anti-Migrationspolitik durchsetzt, kommen nur noch sehr wenige Flüchtlinge in Italien an. Im Oktober waren es dem Innenministerium zufolge bislang etwas mehr als 400.