Naturkatastrophe

60 Tote und 44'000 Obdachlose durch Überschwemmungen in Nordkorea

Durch das Hochwasser sollen fast 9000 Gebäude zerstört und 10'000 Hektar landwirtschaftliche Flächen überflutet worden sein.

Durch das Hochwasser sollen fast 9000 Gebäude zerstört und 10'000 Hektar landwirtschaftliche Flächen überflutet worden sein.

Das international isolierte Nordkorea wird von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht: Bei Überschwemmungen im Nordosten des Landes kamen nach UNO-Angaben 60 Menschen ums Leben, zehntausende weitere wurden obdachlos.

Durch das bislang beispiellose Hochwasser des Flusses Tumen seien einige Städte in der Nähe, darunter Musan und Hoeryong, stark überschwemmt worden, teilte das UNO-Büro für die Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) am Dienstag unter Berufung auf Angaben der nordkoreanischen Regierung mit.

In den Hochwassergebieten hätten fünf Prozent der Bevölkerung und damit 44'000 Menschen ihr Dach über dem Kopf verloren. Der Tumen, der teils die Grenze Nordkoreas zu Russland und China markiert, war am Freitag über seine Ufer getreten.

Städte entlang des Flusses Tumen sind von den Überschwemmungen besonders stark betroffen

Durch das Hochwasser seien fast 9000 Gebäude zerstört oder beschädigt worden, teilte OCHA weiter mit. Ausserdem seien 10'000 Hektar landwirtschaftliche Flächen überflutet worden.

Laut OCHA war es weiterhin schwierig, mit den Betroffenen in Kontakt zu treten. Es sei aber bereits festgestellt worden, welche Hilfsgüter benötigt würden. Wegen der schlechten Infrastruktur in dem abgeschotteten Land haben Naturkatastrophen dort besonders gravierende Folgen. Wegen der starken Abholzung von Wäldern kommt es häufiger zu Überschwemmungen.

Hochwasser in Nordkorea fordert 60 Todesopfer

Hochwasser in Nordkorea fordert 60 Todesopfer

Im Sommer 2012 hatten schwere Regenfälle Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst, die laut nordkoreanischen Staatsmedien 212'000 Menschen in die Flucht trieben und 650 Quadratkilometer Ackerland zerstörten. Mindestens 169 Menschen starben, 400 weitere wurden als vermisst gemeldet.

In den 90er Jahren hatten Überschwemmungen eine jahrelange Hungersnot in Nordkorea verursacht, der hunderttausende Menschen zum Opfer fielen.

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