Frankreich

50 Festnahmen in Paris vor Massenprotest gegen Homo-Ehe

Teilnehmer einer Anti-Homo-Ehe-Demonstration in Paris (Archiv)

Teilnehmer einer Anti-Homo-Ehe-Demonstration in Paris (Archiv)

Am Vorabend einer neuen Grossdemonstration gegen die kürzlich in Frankreich eingeführte Homo-Ehe sind in Paris 50 Menschen festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, versammelten sich Gegner der Homo-Ehe am Samstagabend auf dem Boulevard Champs-Elysées.

Sie ketteten sich an Metallabsperrungen an, die sie mitten auf der Strasse aufgebaut hatten. Als einige Demonstranten Rauchbomben abfeuerten, griff die Polizei ein und nahm sie fest. Dutzende weitere Gegner der Homo-Ehe protestierten am Strassenrand.

Insgesamt wuden nach Polizeiangaben 50 Menschen festgenommen. Ein Auto, in dem sich Masken, Spruchbänder und Rauchbomben befanden, wurde beschlagnahmt. Zu Gewalt kam es laut Polizei nicht.

Am Sonntag werden in der französischen Hauptstadt bis zu 200'000 Menschen bei einer Kundgebung gegen die Homo-Ehe erwartet. Befürchtet werden Ausschreitungen gewaltbereiter Rechtsextremer, die bereits in den vergangenen Monaten an Demonstrationen der Homo-Ehen-Gegner teilgenommen und dabei randaliert hatten.

Zu der Demonstration hat die Organisation "Demo für alle" aufgerufen, die seit Monaten gegen das Gesetz "Ehe für alle" mobil macht. Das Gesetz, das Homosexuelle neben der Eheschliessung auch ein Adoptionsrecht einräumt, war Ende April vom Parlament endgültig beschlossen worden. Präsident François Hollande setzte die umstrittene Reform am 18. Mai mit seiner Unterschrift in Kraft.

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