Die Blauhelmsoldaten aus Fidschi waren am 28. August auf der syrischen Seite der Golanhöhen von Rebellen der radikalislamischen Al-Nusra-Front verschleppt worden. Die Al-Nusra-Front hatte die Freilassung in einem am Mittwochabend veröffentlichten Video angekündigt. Demnach waren der Entscheidung Beratungen mit religiösen Führern vorausgegangen.

Die Islamisten hatten nach der Entführung zunächst Bedingungen für die Freilassung der Geiseln gestellt - so sollte die Front von der UNO-Terrorliste gestrichen werden. Die Al-Nusra-Front ist der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al Kaida.

Die Soldaten aus Fidschi sind Teil der UNO-Beobachtermission UNDOF. Die UNDOF überwacht seit 1974 den Waffenstillstand und die Pufferzone auf den Golanhöhen. Derzeit sind dort etwa 1200 Blauhelmsoldaten von den Fidschi-Inseln, den Philippinen, aus Indien, Nepal, Irland und den Niederlanden stationiert.

Widersprüchliche Angaben

Am Mittwoch gab es Verwirrung um den Ausgang der Geiselnahme: Das Informationsministerium der Fidschi-Inseln gab in der Nacht irrtümlich die baldige Freilassung der Blauhelm-Soldaten bekannt. Eine Freilassung stehe nicht unmittelbar bevor, sagte Regierungssprecher Dan Gavidi dann wenige Stunden später. Die Erklärung des Informationsministeriums beruhe auf einer Informationspanne.

Das rund 1800 Quadratkilometer grosse Golanplateau ist dünn besiedelt und hat vor allem strategische Bedeutung. Die westlichen zwei Drittel des Gebiets wurden von Israel im Sechstagekrieg des Jahres 1967 besetzt, die internationale Gemeinschaft erkennt die Annexion nicht an.

Syrien macht die Rückgabe zur Voraussetzung für einen formellen Friedensvertrag mit dem Nachbarland. Israel weigert sich jedoch, die Hügelregion aufzugeben.