Die meisten von ihnen hätten durch herabstürzende Trümmer Kopfverletzungen und Knochenbrüche erlitten. Auch eine Schule sei eingestürzt. Tsunamis müssten nicht befürchtet werden, teilten die Wetterämter mit.

Ein Spitalarzt berichtete, die meisten der 44 Verletzten seien Schulkinder, die von herabfallenden Dachziegel getroffen wurden. Ein Sprecher des Katastrophenschutzes gab die Zahl der Verletzten mit mindestens 17 an.

"Es waren chaotische Szenen, Touristen rannten aus ihren Hotels auf die Strassen und schrien 'Erdbeben, Erdbeben'", schilderte Perry Markus vom Hotelverband der Insel. Nach dem Beben hätten viele Touristen aus ihren Hotels in Kuta ausgecheckt und neue Unterkünfte in nicht von dem Erdstoss betroffenen Regionen der Insel gesucht.

Epizentrum südwestlich der Küste von Bali

Nach Angaben der US-Geologiebehörde lag das Zentrum des Bebens rund 100 Kilometer südwestlich der Küste von Bali in einer Tiefe von 60 Kilometern.

Die Wände einiger Tempel in der Nähe der Küste stürzten ein. Radio- und Fernsehsender zitierten Augenzeugenberichte, nach denen die Dächer mehrerer Häuser zusammenbrachen. In anderen Berichten war von Rissen in Wänden die Rede.

Im Dezember 2004 hatte ein schweres Erdbeben im Indischen Ozean einen Tsunami ausgelöst, der in der Region 230'000 Menschenleben forderte, die Hälfte davon in der indonesischen Provinz Aceh.