Sri Lanka

42 Ausländer unter Toten der Anschlagsserie in Sri Lanka

Nach den Anschlägen vom Ostersonntag sichern Soldaten die St. Anthony's Church in Colombo. Bei der Anschlagsserie in Sri Lanka sind nach jüngsten Angaben der Behörden 42 Ausländer getötet worden.

Nach den Anschlägen vom Ostersonntag sichern Soldaten die St. Anthony's Church in Colombo. Bei der Anschlagsserie in Sri Lanka sind nach jüngsten Angaben der Behörden 42 Ausländer getötet worden.

Bei der Anschlagsserie in Sri Lanka sind nach jüngsten Angaben der Behörden 42 Ausländer getötet worden. Das erklärte das Aussenministerium Sri Lankas am Dienstag und korrigierte damit die bisherige Zahl von 40 ausländischen Opfern nach oben.

Weitere zwölf Ausländer könnten sich demnach unter den noch nicht identifizierten Leichen befinden. Bis Montagabend (Ortszeit) seien die sterblichen Überreste von 25 Opfern an ihre Heimatländer überstellt worden.

Elf der Opfer stammten nach Angaben des Ministeriums aus Indien. Grossbritannien hatte demnach sechs, China vier und Dänemark drei Tote zu beklagen. Jeweils zwei Opfer kamen aus Saudi-Arabien, Spanien und der Türkei. Bangladesch, Japan, die Niederlande, Portugal, die Schweiz und die USA hatten jeweils einen Toten verzeichnet. Sechs weitere Opfer besassen mehr als eine Staatsbürgerschaft, darunter ein Deutsch-Amerikaner.

Bei den Anschlägen an Ostersonntag waren nach Behördenangaben 253 Menschen getötet worden. Die Regierung macht die Islamistengruppe National Thowheeth Jama'ath (NTJ) für die Attacken verantwortlich, glaubt aber, dass sie Unterstützung aus dem Ausland hatte - inzwischen reklamierte die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Tat für sich.

"Kirche in Not" kritisiert Christen-Verfolgungen

Das Hilfswerk "Kirche in Not" zeigte sich in einer Mitteilung vom Dienstag besorgt über die zunehmenden Attacken auf Christen weltweit. Die Anschläge in Sri Lanka seien der blutige Höhepunkt einer Entwicklung, die schon seit Jahren anhalte. Das Jahr 2019 sei bereits jetzt schon eines der blutigsten für Christen.

Extremistischer Islamismus, übersteigerter Nationalismus und autoritäre Ideologien blieben die Haupttriebfedern der Verfolgung von Christen und anderen religiösen Minderheiten. Das gesellschaftliche Gleichgewicht beruhe zu einem grossen Teil auf dem friedlichen Miteinander der verschiedenen Religionen, schreibt das Hilfswerk.

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