"Wir bauen ein neues Viertel mit einer Schule und einem Spital", versprach der Gouverneur im Gespräch mit Bewohnern. "Das ist unser gemeinsames Unglück, wir lassen Euch nicht alleine."

Bei schweren Überschwemmungen in der südrussischen Region Krasnodar waren vor einer Woche mindestens 172 Menschen ums Leben gekommen, etwa 30'000 Bewohner wurden obdachlos. Überlebende hatten in den vergangenen Tagen immer wieder über chaotische Zustände bei Rettungsarbeiten und Hilfslieferungen geklagt.

Wissenschaftler warnten unterdessen vor einem weiteren Hochwasser. Bei neuen schweren Regenfällen könnte ein beschädigter Damm platzen. "Es gibt keine Möglichkeit, Wasser ablaufen zu lassen", sagte ein Umweltexperte. Falls der Damm am Zusammenlauf zweier Flüsse breche, hätte das katastrophale Folgen für mindestens zwei Dörfer.