Afghanistan

25 Tote bei Anschlägen und Schiesserei in Afghanistan

Sprengfallen in der afghanischen Provinz Obay reissen dutzende Menschen in den Tod (Symbolbild)

Sprengfallen in der afghanischen Provinz Obay reissen dutzende Menschen in den Tod (Symbolbild)

Bei mehreren mutmasslich von Talibankämpfern verübten Anschlägen sind in Afghanistan am Donnerstag insgesamt 25 Menschen getötet worden.

Bei der Explosion eines Sprengsatz starben nach Behördenangaben alle 22 Passagiere eines Kleinbusses in der Provinz Herat, eine weitere Frau starb, als eine Bombe am Strassenrand explodierte. Bei einem Anschlag in Paktia kamen zwei Wachleute ums Leben.

Unter den Opfern in dem Kleinbus seien auch Frauen und Kinder, sagte ein örtlicher Behördensprecher. Der Kleinbus war demnach auf dem Weg zwischen der Provinzhauptstadt Herat und dem an die Nachbarprovinz Baghdis grenzenden Bezirk Obey.

Bei der Explosion eines zweiten Sprengsatzes wurden in derselben Provinz dem Sprecher zufolge eine Frau getötet und sieben Männer verletzt, die in einem Lastwagen unterwegs waren. Der Sprecher machte die aufständischen Taliban für die Anschläge verantwortlich.

Anschlag vor US-Stützpunkt

In der ostafghanischen Provinz Paktia wurden derweil bei einem Selbstmordanschlag vor einem US-Stützpunkt zwei afghanische Wachleute getötet. Der Attentäter habe sich am Eingang des befestigten Lagers in Gardes mit seinem Fahrzeug in die Luft gesprengt, als er von Wachen gestoppt wurde, sagte der Polizeichef der Provinz.

Drei weitere Menschen seien verletzt worden. In dem Lager sind als Teil eines regionalen Wiederaufbauteams auch US-Soldaten stationiert. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

Bei einem weiteren Zwischenfall wurden in der südafghanischen Provinz Kandahar drei Polizisten getötet. Im Bezirk Shari hätten Polizisten das Feuer auf eine Gruppe Soldaten eröffnet, die sie offenbar für Aufständische hielten, sagte der Gouverneur des Distrikts, Nias Mohammed Sarhadi.

Bei der rund 20-minütigen Schiesserei seien drei Polizisten getötet und 14 weitere Menschen verletzt worden, darunter neun Zivilisten.

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