Osttürkei

24 Stunden nach dem Beben: Kleines Mädchen aus Trümmern gerettet – 44 weitere geborgen

24 Stunden nach dem Beben: Mädchen aus Trümmern gerettet

24 Stunden nach dem Beben: Mädchen aus Trümmern gerettet

Ein kleines Wunder für die Rettungskräfte: Über 24 Stunden nach dem verheerenden Erdbeben im Osten der Türkei können sie ein 2-jähriges Mädchen und ihre Mutter aus einem eingestürzten Haus retten. Insgesamt hätten 45 Menschen lebend geborgen werden können.

Bei Minus 15 Grad suchten die Rettungskräfte nach dem Erdbeben am Samstag nach Überlebenden in den Trümmern. Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben in der Osttürkei ist die Zahl der Todesopfer auf 35 gestiegen. 45 Menschen seien lebend geborgen worden, sagte der türkische Vize-Präsident Fuat Oktay am Sonntag. Nach offiziellen Angaben wurden mehr als 1600 Menschen verletzt.

Das Beben der Stärke 6,8 hatte sich am Freitagabend im Bezirk Sivrice in der Provinz Elazig gegen 21 Uhr Ortszeit ereignet. Rettungskräfte suchten am Sonntag bei Minusgraden weiter nach Überlebenden. Die Helfer vermuten noch mehrere Menschen unter den Trümmern.

Dem Beben am Freitag folgten nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde Afad bislang mehr als 600 Nachbeben. Aus Angst verbrachten zahlreiche Menschen die Nacht in vorübergehenden Unterkünften. Innenminister Süleyman Soylu sagte am Samstagabend nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, rund 5000 Zelte seien errichtet worden, etwa 15 000 Menschen seien in Sporthallen, Gästehäusern oder auf Universitätsgeländen untergebracht.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan versprach am Sonntag, beschädigte und zerstörte Häuser schnell wieder aufzubauen. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde wurden 645 Gebäude schwer beschädigt, 76 seien eingestürzt.

Die Türkei ist besonders erdbebengefährdet. Eines der folgenreichsten Beben war eines der Stärke 7,6 im Jahr 1999 mit Epizentrum in Gölcük südöstlich von Istanbul. Damals gab es Zehntausende Verletzte und Tote. (sda)

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