Abschaltung

2016 ist Schluss: Es bleibt beim Aus fürs AKW Fessenheim

Insbesondere in Südbaden und der Nordwestschweiz hofft man auf die schnelle Stilllegung des AKW Fessenheim.

Insbesondere in Südbaden und der Nordwestschweiz hofft man auf die schnelle Stilllegung des AKW Fessenheim.

Bald ist es aus für das elsässische Atomkraftwerk Fessenheim. Das Aus soll, wie vom französischen Präsidenten François Hollande angekündigt, weiterhin auf Ende 2016 erfolgen. Die Arbeiten für den Rückbau werden allerdings erst 2018/2019 erfolgen.

Durch die Unterscheidung der Abschaltung und des Rückbaus des AKW Fessenheim könne der angestrebte Termin beibehalten werden, heisst es in einer Medienmitteilung des französischen Umweltministeriums.

Die französische Regierung hat ausserdem mit Jean-Michel Malerba, einem Ingenieur für Wald- und Wasserwirtschaft, einen neuen Koordinator für die Abwicklung des AKW eingesetzt. Malerba ersetzt den vorigen «Monsieur Fessenheim» Francis Rol-Tanguy, der zum Kabinettschef des französischen Umweltministers Martin ernannt worden war.

Fessenheim ging 1977 ans Netz und ist das älteste französische AKW. Ein neues Gesetz soll es ermöglichen, das Kraftwerk nicht nur, wie bisher, aus Sicherheits- oder industriellen Gründen abzuschalten, sondern aufgrund der Energiepolitik.

Hollande will den Anteil der Atomenergie auf 50 Prozent plafonieren. Im nordfranzösischen Flamanville entsteht ein neues AKW; sobald dieses ans Netz geht, könnte Fessenheim abgeschaltet werden.

Eine Studie soll klären, welche Auswirkungen das Aus von Fessenheim auf die Arbeitsplätze hat. Auch lokale Steuerausfälle sollen Gegenstand von Gesprächen sein. (psc)

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