Der 70. Geburtstag der Organisation sei eine Gelegenheit, über ihren Beitrag zum Frieden, den Menschenrechten und der Entwicklungshilfe seit 1945 zu reflektieren, erklärte Ban.

2015 sei aber auch die Gelegenheit, nach vorne zu blicken und nachhaltige Weichen für die Zukunft zu stellen, schrieb der UNO-Generalsekretär auf LinkedIn, Facebook und Twitter.

Laut Ban erlauben insbesondere drei internationale Gipfeltreffen Fortschritte: Erstens der Gipfel im Juli in Addis Abeba zur Finanzierung der Entwicklungshilfe, zweitens die UNO-Vollversammlung mit der Festlegung neuer Ziele zur nachhaltigen Entwicklung bis 2030 und drittens das Treffen in Paris zum Weltklimavertrag.

2014 durch Krisen geprägt

Seit den 2000er-Jahren und der Lancierung der Milleniumsziele seien wichtige Fortschritte erzielt worden, betonte der UNO-Generalsekretär. Aber man müsse noch sehr viel mehr machen, um die Armut, die Ungerechtigkeit und die Schutzlosigkeit zu bekämpfen.

Das vergangene Jahr sei durch mehrere Krisen geprägt gewesen, die häufig die UNO-Charta verletzt hätten. Mehr als 100 Millionen Menschen bedürften humanitärer Hilfe, unter ihnen 50 Millionen Vertriebene und Flüchtlinge. Das seien so viele wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr.

"Vor 70 Jahren brachten die Autoren der UNO-Charta ihre Zukunftsvision zu Papier, die von Kriegen zerrüttete Welt und die Gräueltaten beispiellosen Ausmasses hinter sich zu lassen", erklärte Ban. "2015 haben wir die Möglichkeit, die Menschheit näher an die Zukunft zu führen, die wir uns wünschen."