Deutsche Regierung

150 waren dagegen: Merkel als Bundeskanzlerin wiedergewählt

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Dienstag für eine dritte Amtszeit wiedergewählt worden. Bei der Abstimmung im Bundestag in Berlin erhielt Merkel 462 Stimmen bei 150 Gegenstimmen und 9 Enthaltungen.

Das sind 42 Stimmen weniger, als Union und SPD zusammen Abgeordnete im neuen Parlament stellen. Zehn Parlamentarier gaben keine Stimme ab. Die absolute Mehrheit lag bei 316 Stimmen. Merkel nahm die Wahl an.

Um 11.00 Uhr soll Merkel von Bundespräsident Joachim Gauck ihre Ernennungsurkunde erhalten, danach wird sie im Bundestag vereidigt. Anschliessend sollten auch ihre Minister ernannt und vereidigt werden.

Die 59-jährige CDU-Vorsitzende regiert Europas grösste Volkswirtschaft seit November 2005. Während ihrer ersten Amtszeit stand sie ebenfalls an der Spitze einer "schwarz-roten" Koalition. Von 2009 bis 2013 regierte sie in einem "schwarz-gelben" Bündnis mit den Liberalen (FDP).

Bundestag wählt Angela Merkel zur Kanzlerin

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Merkels Unionsparteien hatten bei der Bundestagswahl am 22. September die absolute Mehrheit der Mandate nur knapp verfehlt. Die FDP scheiterte aber an der Fünf-Prozent-Hürde, so dass sie die christlich-liberale Koalition nicht fortführen konnte. Die Regierungsbildung zog sich daraufhin in die Länge.

Ende November hatten sich CDU, CSU und SPD nach wochenlangen Verhandlungen auf eine grosse Koalition geeinigt. Über den Koalitionsvertrag mussten aber auch noch die SPD-Mitglieder abstimmen, das Ergebnis stand erst am Samstag fest.

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