Aerobic

Aargauer Aerobic-Turner triumphieren an der Schweizer Meisterschaft

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Lenzburg holte an den nationalen Titelkämpfen im Aerobic den dritten Titel in Serie. Diesmal mussten sie ihn jedoch mit den gleichplatzierten Solothurnern aus Niederbuchsiten teilen. Unterkulm erturnte sich den zweiten Platz bei den kleinen Teams.

Zwar musste Lenzburg den ersten Platz bei den Aktiven mit Niederbuchsiten teilen, doch der angestrebte Hattrick gelang Leiter Reto Schiesser und seinen neun Turnerinnen trotzdem. Lenzburg hatte kein Problem damit, dass die Wertungsrichterinnen die Aargauer und die Solothurner gleich einstuften: «Gute Leistungen müssen honoriert werden», meinte Schiesser, «dass beide Teams Meister wurden, ist absolut gerechtfertigt.» Trübte in der Vorrunde noch eine versiebte Hebefigur die Vorführung, gelang der Auftritt im Final perfekt. Schiesser führte das auf die fehlende Lockerheit in der Vorrunde zurück: «Es braucht jeweils etwas Zeit, bis sich unsere Anspannung lockert.» 2012 will Schiesser in St. Gallen mit einer komplett neuen Vorführung antreten.

Hadern mit der Notengebung

Pamela Berner, Leiterin der Unterkulmer Vierergruppe, war zwar mit der gezeigten Leistung und dem erturnten zweiten Platz zufrieden, doch sie haderte mit der Notengebung. «Nach dem Stausee-Cup haben wir eine bessere Programmnote erwartet», beklagte sich Berner, «und auch die Techniknote war zu tief.»

Gränicher Junioren verpassen den Final knapp

Zwar widerspiegle die Bewertung, dass sie sich im Final hätten steigern können und sauberer geturnt hätten, doch die Techniknote sei der Leistung ihres Teams nicht gerecht geworden. «Wir haben keine Fehler gemacht», betonte die Bauzeichnerin, die noch offen liess, ob sie nächstes Jahr wieder bei den kleinen Teams oder bei den Aktiven antreten will.

Auch wenn die achtjährige Siegesserie der Jugend aus Chablais unterbrochen wurde: Davon profitieren konnte der Gränicher Nachwuchs leider nicht. Er verpasste den Final wegen zweier Hundertstelpunkte Rückstand äusserst knapp.

Weder Glanz noch Glamour

Den Standard, den das Team um Käthi Murer bei der Organisation der Schweizer Meisterschaften in Aarau vorgelegt hatte, konnte seither kein Organisator mehr erreichen. Vermochte Willisau noch einigermassen daran anzuknüpfen, wurde der Anlass in Bern lieblos und uninspiriert abgespult. Das Organisationskomitee war nicht in der Lage, die attraktive Sportart ins rechte Licht zu rücken – weder im wörtlichen noch im übertragenen Sinn.

Die Scheinwerfer leuchteten nur gerade etwa drei Viertel des Wettkampfteppichs aus, was bewirkte, dass die vordersten Turnenden im Schatten versanken. Zudem nahmen die ellenlangen Pausen zwischen den Vorführungen im Final dem Anlass jeden Schwung. Glanz und Glamour in Aarau haben das Publikum in Scharen angezogen. Ohne wird es früher oder später einfach ausbleiben.

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