Neues Projekt
Für mehr Nachhaltigkeit: Aargauische Kantonalbank nimmt zehn Firmen in ihr Förderprogramm auf

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) und die Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW haben im Mai ein gemeinsames Förderprogramm lanciert, um ausgewählte Unternehmen bei ihren Nachhaltigkeitsbestrebungen zu begleiten und zu unterstützen. Geld fliesst aber keines.

Alessandro Crippa

Die teilnehmenden Vertreterinnen und Vertreter der zehn Firmen, die von der AKB und der FHNW in Sachen Nachhaltigkeit unterstützt werden beim Kick-off-Event.

zvg/AKB

Nachhaltigkeit – es ist ein Schlagwort, das sich mittlerweile viele Firmen auf die Fahne schreiben. Die Umsetzung gelingt aber nicht immer, sie sei auf «strategischer und operativer Ebene eine Herausforderung». So formuliert es die Aargauische Kantonalbank (AKB) am Donnerstag in einer Medienmitteilung.

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Neues Projekt
Für mehr Nachhaltigkeit: Aargauische Kantonalbank nimmt zehn Firmen in ihr Förderprogramm auf

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) und die Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW haben im Mai ein gemeinsames Förderprogramm lanciert, um ausgewählte Unternehmen bei ihren Nachhaltigkeitsbestrebungen zu begleiten und zu unterstützen. Geld fliesst aber keines.

Alessandro Crippa

Die teilnehmenden Vertreterinnen und Vertreter der zehn Firmen, die von der AKB und der FHNW in Sachen Nachhaltigkeit unterstützt werden beim Kick-off-Event.

zvg/AKB

Nachhaltigkeit – es ist ein Schlagwort, das sich mittlerweile viele Firmen auf die Fahne schreiben. Die Umsetzung gelingt aber nicht immer, sie sei auf «strategischer und operativer Ebene eine Herausforderung». So formuliert es die Aargauische Kantonalbank (AKB) am Donnerstag in einer Medienmitteilung.

Und deshalb haben die Bank und die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) ein Projekt ins Leben gerufen, um Firmen zu unterstützen, die einen Beitrag zu einer nachhaltigen Unternehmenslandschaft in der Region leisten wollen. 42 Aargauer Firmen haben sich seit dem Frühling beworben. Zehn von ihnen wurden ausgesucht und werden nun während sechs Monaten unterstützt.

Auch eine Baselbieter Firma dabei

Die ausgewählten Unternehmen repräsentieren viele Bereiche der Aargauer Wirtschaft – vom Holzbau über IT bis zu neuen Gesellschaftsmodellen. Nebst einem Start-up seien auch klassische Familienunternehmen ausgewählt worden, die typisch für den Aargau sind, schreibt die Bank. Zudem ist mit der «wahlievents GmbH» eine Firma aus Arlesheim, Kanton Baselland, dabei. Nachhaltigkeit kenne keine Grenzen, heisst es seitens der AKB dazu. «Das Projekt der ‹wahlievents GmbH›, die auch im Kanton Aargau aktiv ist, hat die Jury überzeugt.»

Diese Firmen werden unterstützt:

  • Aargauer Holz AG, Dottikon
  • BottlePlus AG, Aarau
  • Fischer Söhne AG, Muri
  • Grundmann Bau AG, Suhr
  • one11, Obersiggenthal
  • Türenfabrik Brunegg AG, Brunegg
  • Wagner Schriften AG, Wohlen
  • wahlievents GmbH, Arlesheim BL
  • WEIBELWEIBEL AG, Endingen
  • xinfra gmbh, Brugg

Die Firmen können Coachings in Anspruch nehmen. Dabei unterstützen die Mentorinnen und Mentoren der FHNW die verschiedenen Unternehmen vor Ort oder auch via Telefon in allen Bereichen des Nachhaltigkeitsmanagements. Insgesamt stehen den zehn Firmen rund je rund zehn Coachingstunden zur Verfügung, sagt AKB-Sprecherin Christine Honegger auf Nachfrage der AZ.

Profit dank Coachings und neuem Netzwerk

Geld spricht die Bank indes keines. «Der Profit der ausgewählten Unternehmen besteht in den Coachings und dem Netzwerken», sagt Honegger. Und: «Das Ziel ist, da anzusetzen, wo man auch Wirkung erzielen kann, und dass die Firmen den nachhaltigen Weg weitergehen können, auch wenn die Coachings nicht mehr stattfinden.» Zudem wolle man auch andere Unternehmen dazu anregen, sich für das Förderprogramm 2023 zu bewerben, das im kommenden Frühling ausgeschrieben wird.

In einem halben Jahr wählt eine Fachjury die drei innovativsten Projekte mit der grössten gesellschaftlichen und/oder ökologischen Wirksamkeit aus. Es wird laufend über die Arbeitsfortschritte berichtet. Die drei spannendsten Projekte werden im März zusätzlich auf den Kanälen der AKB und der FHNW präsentiert. Dazu wird es einen Film geben, den die Firmen verbreiten können, etwa auf ihrer Website.

Nachhaltigkeit: AKB stand selbst in der Kritik

Die Vertreterinnen und Vertreter der zehn ausgewählten Firmen haben sich in dieser Woche zu einem Kick-off-Event getroffen und ein erstes Mal ausgetauscht. Dabei wurde klar, dass einige Unternehmen auf dem Weg in die Nachhaltigkeit noch ganz am Anfang stehen, während andere schon etwas weiter sind. Der AKB war es ein Anliegen, diese Verantwortlichen untereinander bekannt zu machen und den Austausch zu fördern.

Wegen des Nachhaltigkeitsthemas war die Aargauische Kantonalbank im Januar in die Kritik geraten. Die Bank wollte keine Kredite mehr an Unternehmen vergeben, die neue Atomkraftwerke bauen oder fossile Rohstoffe fördern wollen. Das sorgte vielerorts für Unmut. Im Mai dann ruderte die AKB teilweise zurück und gab bekannt, dass sie die Kriterien für die Kreditvergabe in «heiklen Branchen» lockere.