Zwei Kandidaten treten nochmals an

In Würenlingen kommt es beim zweiten Wahlgang um den freien Gemeinderatssitz erneut zu einer Kampfwahl.

Stefanie Garcia Lainez
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Andreas Knecht lag mit 360 Stimmen auf dem zweiten Platz. Mit 390 Stimmen holte Raphael Spuler am meisten Stimmen. CVP-Kandidat Hansulrich Brauchli erreichte 357 Stimmen. Thomas Friedli (FDP) erhielt 219 Stimmen.
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Andreas Knecht lag mit 360 Stimmen auf dem zweiten Platz. Mit 390 Stimmen holte Raphael Spuler am meisten Stimmen. CVP-Kandidat Hansulrich Brauchli erreichte 357 Stimmen. Thomas Friedli (FDP) erhielt 219 Stimmen.
Andreas Knecht lag mit 360 Stimmen auf dem zweiten Platz. Mit 390 Stimmen holte Raphael Spuler am meisten Stimmen. CVP-Kandidat Hansulrich Brauchli erreichte 357 Stimmen. Thomas Friedli (FDP) erhielt 219 Stimmen.
Andreas Knecht lag mit 360 Stimmen auf dem zweiten Platz. Mit 390 Stimmen holte Raphael Spuler am meisten Stimmen. CVP-Kandidat Hansulrich Brauchli erreichte 357 Stimmen. Thomas Friedli (FDP) erhielt 219 Stimmen.

Andreas Knecht lag mit 360 Stimmen auf dem zweiten Platz. Mit 390 Stimmen holte Raphael Spuler am meisten Stimmen. CVP-Kandidat Hansulrich Brauchli erreichte 357 Stimmen. Thomas Friedli (FDP) erhielt 219 Stimmen.

Bilder: zvg

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Drei offizielle Kandidaten und ein Nachzügler kämpften am Sonntag um den freien Gemeinderatssitz in Würenlingen. An der Spitze lag SVP-Kandidat Raphael Spuler mit 390 Stimmen, gefolgt von Andreas Knecht (parteilos, 360), Hansulrich Brauchli (CVP, 357) und Thomas Friedli (FDP, 219). Die Stimmbeteiligung lag bei 47,7 Prozent. Da im ersten Wahlgang niemand das absolute Mehr von 683 Stimmen erreicht hat, wird am 24. Januar 2021 ein zweiter Wahlgang nötig. Die Anmeldefrist läuft am Mittwoch, 9. Dezember, um 12 Uhr ab.

Wohl am meisten Reaktionen hat die Kandidatur des FDP-Ortsparteipräsidenten Thomas Friedli ausgelöst. Der 59-Jährige stieg nach Ablauf der Anmeldefrist ins Rennen um den freien Gemeinderatssitz ein – und trat als direkter Konkurrent des FDP-Gemeinderates Patrick Zimmermann um das Ammannamt an. Er wolle für einen Neuanfang sorgen im Gemeinderat, der nach dem überraschenden Rücktritt von Ammann André Zoppi in Kritik geraten war. Seine Kandidatur sorgte aber sowohl FDP-intern wie ausserhalb für Verwunderung. Mit den erreichten 219 Stimmen ist Thomas Friedli nicht zufrieden: «Ich rechnete mit mehr», sagt er. Er vermutet, dass sein Abschneiden damit zu tun haben könnte, dass er nicht auf der offiziellen Wahlliste aufgeführt war. «Das ist für jene relevant, die mich im Dorf noch nicht kennen.»

Es könne auch sein, dass die parteiinternen Unstimmigkeiten zum Wahlergebnis beigetragen haben. «Wir haben so als Partei entschieden, und dazu stehen wir.» Das Ziel, einen zweiten Wahlgang für das Ammannamt zu erreichen, sei verfehlt worden. Von den rund 1500 abgegebenen Stimmen erhielt Patrick Zimmermann deren 920, auf Thomas Friedli entfielen nur 204 Stimmen. «Deshalb trete ich zum zweiten Wahlgang für den Gemeinderatssitz nicht mehr an.»

Brauchli: «Bevölkerung hat nach wie vor gute Auswahl»

Mit 390 erreichten Stimmen liegt Raphael Spuler auf der Pole-Position. Für den SVP-Mann ist klar: Er wird zum zweiten Wahlgang antreten. «Ich bin motiviert, mich für das Dorf einzusetzen – in einem Gremium, in dem Sozial- und Führungskompetenz im Vordergrund steht, eine ausgewogene Durchmischung aller Parteien zwar wichtig ist, aber das Parteibüchlein nicht dominieren soll», sagt der 45-Jährige. Zwar habe er mit einem guten Resultat gerechnet, nicht aber mit dem Spitzenplatz. Die drei offiziellen Kandidaten würden ein ausgeglichenes Kandidatentrio darstellen. «Wir kennen uns alle, und alle haben ihre Wähler im Rücken.» Dass es zu einem zweiten Wahlgang kommt, überrascht den Leiter der Instandhaltungsplanung Maschinentechnik im Kernkraftwerk Beznau deshalb nicht.

Auch Andreas Knecht will es nochmals wissen. Dass er 360 Stimmen erzielen und somit den zweiten Platz belegen wird, damit hat der 49-Jährige nicht gerechnet. «Für einen Parteilosen ist das ein gutes Resultat.» Schon vor den Wahlen habe er viele positive Rückmeldungen zu seiner Kandidatur erhalten und die Bevölkerung im Rücken gespürt. Für das ihm nun entgegengebrachte Vertrauen sei er dankbar, so der Leiter Technik, Hausdienst und Sicherheit im Regionalen Altersheim in Döttingen. Er sei umso motivierter, sich ohne Partei im Rücken für die Würenlinger Bevölkerung und die Jugend einzusetzen.

Mit 357 Stimmen lag CVP-Kandidat Hansulrich Brauchli nur gerade drei Stimmen hinter Andreas Knecht. Er ist zufrieden mit seinem Resultat. «Das ist ein grosser Vertrauensbeweis», sagt der 66-jährige Präsident der Finanzkommission. Zum zweiten Wahlgang wird er jedoch nicht mehr antreten. «Man kann sich nun ausrechnen, wo die Stimmen von Thomas Friedli hingehen – grossmehrheitlich wohl nicht zur mir», sagt Brauchli. «Mit Raphael Spuler und Andreas Knecht haben die Würenlinger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nach wie vor eine Auswahl.»