Katastrophen-Übung
Zweitägige Notfall-Übung simuliert GAU in Atomkraftwerk Leibstadt

Rund um das AKW Leibstadt findet am Dienstag und Mittwoch im Zusammenspiel von verschiedenen Organisationan eine gross angelegte Notfallübung statt. Zum Einsatz kommen auch Helikopter der Schweizer Armee.

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An der internationalen Katastrophen-Übung nehmen mehrere Notfalleinsatzkräfte teil.

An der internationalen Katastrophen-Übung nehmen mehrere Notfalleinsatzkräfte teil.

Das Szenarium sieht einen schweren Störfall im KKL vor, bei dem eine grössere Menge Radioaktivität freigesetzt wird.

Neben der Notfallorganisation des AKW Leibstadt sind das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI), die Nationale Alarmzentrale (NAZ) und der 2011 neu gebildete Bundesstab ABCN in die Übung eingebunden. Dazu kommen die Krisenstäbe der Kantone Aargau, Basel-Landschaft und Basel-Stadt.

Internationale Beteiligung

Ebenfalls an der Übung beteiligt sind Krisenorganisationen von Infrastrukturunternehmen sowie diverse Stäbe aus Deutschland, anderen Nachbarländern sowie solche der internationalen Atomenergieagentur IAEA in Wien, wie das ENSI mitteilte.

Am Dienstag wird auch das externe Materiallager der Schweizer Kernkraftwerke in Reitnau AG beübt. Dabei werden mit Lastwagen und Helikoptern der Schweizer Armee Materialtransporte vom Lager Reitnau ins Kernkraftwerk Leibstadt durchgeführt.

Mobile Beratungsstelle

Am Mittwoch wird in Reinach AG der Betrieb einer Beratungsstelle Radioaktivität simuliert. Dabei handelt es sich um eine gemeinsam von Bund, Kantonen und weiteren Partnern ad hoc aufgebaute Stelle.

Dort werden Personen aus dem von erhöhter Radioaktivität betroffenen Gebiet einer Radioaktivitätsmessung unterzogen sowie von Fachleuten betreut und beraten. Eine grössere Zahl an Figuranten ermöglicht es, die vorgesehenen Abläufe in der Beratungsstelle praxisnah zu testen.

Notfallübungen wie diese werden grundsätzlich alle zwei Jahre durchgeführt. Die letzte, im Herbst 2011 geplante Notfallübung mit dem KKW Beznau wurde nach dem Fukushima-Unfall vom Bundesrat allerdings abgesagt.