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Zwei regionale Spitexvereine spannen ab nächstem Jahr zusammen

Die Mitglieder der Spitexvereine Surbtal-Studenland (SST) und Endungen-Unterendingen-Tegerfelden (EUT) haben an ihren ausserordentlichen Generalversammlungen einstimmig beschlossen, sich per 1. Januar 2014 zusammenzuschliessen.

Nadja Rohner
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Cornelia Sandmeier und Gabriel Bürgisser leiten das Spitexzentrum.ZVG

Cornelia Sandmeier und Gabriel Bürgisser leiten das Spitexzentrum.ZVG

Priska Flückiger

«Die steigenden gesetzlichen und betrieblichen Anforderungen an professionell und wirtschaftlich geführte Hauspflegedienste bringen kleine Spitexorganisationen an die Grenze ihrer Möglichkeiten», teilt Priska Flückiger, Präsidentin des SST mit. Die kleine Spitex EUT habe deshalb bei ihrer Nachbarspitex SST angeklopft mit dem Vorschlag, zu fusionieren.

Mit der grösseren Spitex wolle man den Klienten im Surbtal und Studenland eine zukunftsgerichtete, qualitativ hochstehende Pflege anbieten können, so Flückiger weiter.

«Unter dem Namen Surbtal-Studenland hat die neue Spitex ein Einzugsgebiet von Kaiserstuhl über Ehrendingen bis nach Tegerfelden und umfasst 12 Gemeinden mit rund 15 000 Einwohnern.»

Das EUT-Pflegeteam werde von der neuen Spitex übernommen, die damit 28 Mitarbeitende beschäftige. Zudem verlasse die fusionierte Spitex im Frühjahr 2014 den Stützpunkt im Altersheim Ehrendingen und beziehe im Ehrendinger Unterdorf ein neues Domizil.

Der Gemeindeverband Regionales Altersnetzwerk Surbtal-Studenland RAS gibt der Spitex einen Leistungsauftrag für die ambulante Hilfe und Pflege zu Hause und übernimmt die Finanzierung der Restkosten des Spitexbetriebes.

Diese werden über anteilsmässige Beiträge aller Gemeinden ausgeglichen. Die Gemeinden Endingen und Tegerfelden werden als gleichberechtigte Partner für Spitexbelange in den Gemeindeverband RAS aufgenommen.

«Die ungedeckten Kosten werden somit auf mehr Einwohner verteilt, so ergibt sich für alle Gemeinden eine kostengünstigere Lösung», teilt Flückiger mit.

Man kennt sich bereits

Als Folge einer schwierigen personellen Situation bei der Spitex EUT hat sich seit Mitte 2013 bereits eine Zusammenarbeit mit der Spitex SST ergeben.

«Dadurch haben sich die Mitarbeitenden schon vor der Fusion bei der täglichen Arbeit kennengelernt», so Flückiger.

«Wichtiges Ziel wird es sein, die unterschiedlich gewachsenen Kulturen der beiden Spitexorganisationen einander anzugleichen und zu einer Einheit weiterzuentwickeln.»