Zurzibiet
Weniger Einbrüche, mehr Patrouillen: Das war das Coronajahr der Regionalpolizei

Zwar haben die Polizisten der Repol Zurzibiet 2020 mehr Einsätze, insgesamt aber weniger Arbeitsstunden geleistet. Bei der Vorstellung des Jahresberichtes blickte der Repol-Chef auch in die Zukunft und verriet, was die Polizei mit Rasern sowie Posern plant und was in Sachen Jugendarbeit zurzeit wichtig ist.

Louis Probst
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Repol-Chef René Lippuner (links) und Reinhard Scherrer, Präsident des Führungsausschusses.

Repol-Chef René Lippuner (links) und Reinhard Scherrer, Präsident des Führungsausschusses.

Louis Probst

«Das vergangene Jahr war für die Regionalpolizei Zurzibiet ein Jahr mit speziellen Herausforderungen», so Reinhard Scherrer, Präsident des Repol-Führungsausschusses und Stadtammann von Klingnau, bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2020. «Eine besondere Herausforderung stellte die Sicherstellung der Organisation im Hinblick auf allfällige coronabedingte Ausfälle im Korps dar.»

Reinhard Scherrer dankte Repol-Chef René Lippuner und seinem Team. «Ich erlebe die Repol Zurzibiet als bürgernah und leistungsorientiert», stellte er fest. «Sie erfüllt ihren Auftrag, die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Ohne diese Sicherheit würde das Leben im Zurzibiet etwas anders aussehen.»

In mehr als 1800 Einsätzen waren die zwei Polizistinnen und zwölf Polizisten der Repol Zurzibiet und ihr vierbeiniger Kamerad, der Diensthund Baron, für die knapp 36'000 Einwohnerinnen und Einwohner in 23 Gemeinden des Bezirks Zurzach sowie in Mandach unterwegs. Unterstützt worden sind sie dabei durch zwei Zivilangestellte.

Im Vorjahr waren es knapp 1600 Einsätze. Dafür waren die Polizisten rund 900 Stunden weniger beschäftigt: Bei einer Gesamtarbeitszeit von etwas über 25'800 Stunden (Vorjahr 26'700) entfielen 45 Prozent auf die Bereiche Sicherheit und Ordnung. «Das Sicherheitsbedürfnis ist im Coronajahr 2020 noch grösser geworden», stellte Repol-Chef Lippuner fest. «Die Repol war daher auch mehr auf Patrouille.»

Weniger Einbrüche und Littering – wegen Corona

Als bemerkenswert bezeichnete er den Rückgang bei den Einbrüchen – was er auch auf die geschlossenen Grenzen zurückführt –, aber auch beim Littering.

«Die Jugendarbeit ist ein Thema, das wir stark forcieren», so Lippuner. «Wir spüren dabei auch den Druck von den Schulen. Wir versuchen, soweit es geht, präventiv zu arbeiten und dabei auch Schulleitungen und Eltern einzubeziehen.» Für die Präventionsarbeit an den Schulen hat die Repol Mitarbeiter mit spezieller Ausbildung.

«Ein Schwerpunkt liegt in einer Gemeinde mit einem ziemlichen Drogenproblem», so Lippuner. Dabei gehe es vor allem um den Handel mit Kleinstmengen verschiedener Drogen in einem Dunstkreis von Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren. «In Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei sind wir gegenwärtig an der Aufarbeitung dieses konkreten Problems.»

Mehr Fahrer alkoholisiert unterwegs

Ein Thema bleibt stets die Verkehrssicherheit. «Die Quote der Übertretungen bei der Geschwindigkeit zeigt zwar einen erfreulichen Trend», sagt der Repol-Chef. «Das ist aber mit Vorsicht zu geniessen. Wir haben mehr sehr schnelle Fahrer. Man sieht das auch bei den Bussen.» Das Radar spülte im vergangenen Jahr 346'161 Franken in die Bussenkasse – rund 8000 Franken mehr als 2019; aber wesentlich weniger als 2018 mit knapp 540'000 Franken. Dies auch, da weniger Kontrollen durchgeführt wurden.

Seit vergangenem Dezember setzt die Repol eine semistationäre Radaranlage ein. Sorgen bereite die Entwicklung beim Fahren unter Alkohol sowie in nicht fahrfähigem Zustand. Hier war eine starke Zunahme der Fallzahlen zu verzeichnen. Die Repol Zurzibiet will sich auch des Themas Raser und Poser annehmen. «Wir haben eine grössere Aktion geplant», verrät René Lippuner. «Wir setzen auch hier auf Prävention.»

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