Zurzibiet
Die Covid-Warnapps sollen bald auch grenzüberschreitend funktionieren

Mit einem Beschluss des Schweizer Bundesrates soll die letzte Hürde des Austauschs von Corona-Warnungen zwischen der SwissCovid-App und der deutschen Corona-Warnapp ausgeräumt sein.

Monika Olheide, Südkurier
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Die Covid-Warnapps sollen bald auch grenzüberschreitend funktionieren.

Die Covid-Warnapps sollen bald auch grenzüberschreitend funktionieren.

Gaetan Bally / KEYSTONE

Aufatmen für Pendler und Bewohner an der deutsch-schweizerischen Grenze im Zurzibiet: Bald sollen Schweizer von der SwissCovid-App informiert werden, wenn sie Kontakt mit einem später positiv Getesteten hatten, der seinen Befund in der deutschen Corona-Warnapp teilt. Umgekehrt sollen auch die deutschen Pendler von ihrer Corona-Warnapp benachrichtigt werden.

Dies nach Monaten des Stillstands. Denn die «Schweiz genehmigt Zusammenarbeit mit der deutschen Corona-Warnapp», teilt die Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarze­lühr-Sutter (SPD) mit. Der Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der schweizerischen Corona-Warnapp stehe jetzt zumindest rechtlich nichts mehr im Wege.

Rechtliche Grundlage für die Verknüpfung nun vorhanden

Der Schweizer Bundesrat genehmigte vor kurzem eine Änderung der schweizerischen Verordnung über das Kontaktverfolgungs­system und stimmte der entsprechenden Vereinbarung mit dem Robert-Koch-Institut zu.

«Somit stehen die rechtlichen Grundlagen für die Verknüpfung der beiden Apps fest. Für die Menschen im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet ist das eine gute Nachricht»,

so Schwarzelühr-Sutter.

Sie sei sicher, dass die Warnapps die notwendige Ergänzung zu Test- und Impfstrategie für die Grenzregion sind. Laut Schweizer Bundesamt für Gesundheit ermöglicht die Vereinbarung den Austausch der anonymen Schlüssel zwischen der SwissCovid-App und der deutschen Corona-Warnapp, wenn ein Nutzer sein positives Testresultat in der App meldet. Dadurch werden Nutzerinnen und Nutzer der beiden Apps über ein mögliches Ansteckungsrisiko informiert.

«Ich freue mich, dass der Schweizer Bundesrat den Weg freigemacht hat für die Verknüpfung der Schweizer mit der deutschen Corona-Warnapp. Nachdem wir jetzt Rechtssicherheit haben, erwarte ich, dass die technische Umsetzung schnellstmöglich folgt», erklärt Rita-Schwarze­lühr-Sutter.

Bereits seit Monaten wurde eine Verbindung der deutschen Corona-Warnapp und ihres Schweizer Pendants in der Grenzregion auf deutscher Seite gefordert worden. Denn eine parallele Nutzung beider Apps auf einem Smartphone ist bis jetzt technisch nicht möglich. Das sorgte vor allem bei Grenzpendlern, aber auch den Bewohnern auf deutscher Hochrheinseite für Besorgnis. Während ein Austausch der beiden Apps technisch unkompliziert einzurichten gewesen wäre, wie sowohl Schweizer als auch deutsche Experten bestätigten, scheiterte es an der rechtlichen Grundlage.