Döttingen/Kleindöttingen
Zum Pontonier-Wettfahren: Guggenmusiker schuften für Pontoniere

Ein Streifzug durch das Festgelände des Eidgenössischen Pontonier-Wettfahrens in Kleindöttingen, wo auch Guggenmusiker alles für die Pontoniere geben.

Peter Jacobi
Merken
Drucken
Teilen
Der Streifzug über das Festgelände des Eidgenössischen Pontonier-Wettfahrens
13 Bilder

Der Streifzug über das Festgelände des Eidgenössischen Pontonier-Wettfahrens

Peter Jacobi

Mittwochabend, Festgelände des Eidgenössischen Pontonierwettfahrens: Wo am Dienstag noch wenig auf ein grosses Fest hindeutete, stehen nun drei identische Festzelte. Gegen 21 Uhr hat Urs Vogel Zeit für ein Gespräch, das allerdings immer wieder unterbrochen wird durch Fragen und Anweisungen. Der Verantwortliche für die Bauten auf dem Festgelände, das zwischen den Kleindöttinger Schulanlagen und dem Werdweiher liegt, war in den letzten Tagen ein gefragter Mann. Warum opfert das Mitglied der Klingnauer Guggenmusik «Städtlifäger» seine ganzen Ferien, er, der gar nicht aktiver Pontonier ist? Der gelernte Landschaftsgärtner und heutige Schulhausabwart von Döttingen erklärt: «Ich engagiere mich bei den Pontonieren, weil ich den Verein schätze. Ein gesunder Kern und gute Ideale zeichnen ihn aus».

Eine Rolle spielt auch Bruder Patrick Vogel, ebenfalls Guggenmusiker bei den «Städtlifägern» und Jungfahrleiter bei den Pontonieren Klingnau. Er ist sozusagen das Bindeglied. Dritter im Bunde ist Thomas Kohler, zuständig für die Unterhaltung. Ein grosses Lob findet Urs Vogel für die 30 Mann vom Zivilschutz Aare-Rhein, die für den Aufbau im Einsatz standen. Hier sei engagiert und diszipliniert gearbeitet worden.

Ein Fest für alle war die Vision

Die Gestaltung des Festgeländes trägt die Handschrift der Brüder Urs und Patrick Vogel. Patrick lieferte Ideen und Zeichnungen, Urs war Bauführer auf dem Platz. Statt einer grossen Festhütte stehen drei Festzelte à je 650 Plätze in einem Viertelkreis. Vor den drei Zelten, die breiter sind als tief, hat es auf einer Piazza nochmals 1000 Sitzplätze. «Diese Anordnung schafft Nähe, ergibt Zusammengehörigkeit und trägt bei zu einer einzigartigen Open-Air-Stimmung», ist Urs Vogel überzeugt. Für die Showbühne wurde mit Geniematerial ein Teil einer alten Brücke nachgebaut.

Wettkampfelemente wie markierte Felsen stehen am Eingang des blumengeschmückten Festgeländes. Für das unterschiedliche Angebot in den drei Festzelten Klingnau, Döttingen/Koblenz und Böttstein/Leuggern sorgen 36 Vereine aus diesen Gemeinden. Eine Kaffeestube mit Terrasse, die Militärbäckerei und weitere Imbissstände runden das Angebot ab. Besonders erwähnenswert ist das Barzelt. 380 Sarasani-Blachen wurden zusammengeknöpft und verleihen der Bar den militärischen Tarnlook. Dank den guten Wetteraussichten für das Wochenende steht dem Erfolg des Festes, das durch die extra erstellte Brücke über die Aare verbunden ist, nichts mehr im Wege.