Koblenz
Zöllner finden manipulierte Lastwagen-Abgasanlagen

Ein mobiles Einsatzteam der Eidgenössischen Zollverwaltung stellte bei Kontrollen in Thayngen (SH) und Koblenz mehrere manipulierte Abgasanlagen an Lastwagen fest, die im Ausland immatrikuliert sind.

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Der Grenzübergang in Koblenz.

Der Grenzübergang in Koblenz.

Philipp Zimmermann

Die Fahrer durften nicht mehr weiterfahren und wurden den zuständigen Polizeiorganen übergeben. Sie mussten ihre Fahrzeuge vor der Weiterfahrt vorschriftsgemäss instand stellen lassen. Ihnen drohen zudem empfindliche Bussen.

Die vier Lastwagen hatte unerlaubterweise AdBlue-Emulatoren eingebaut, wie das Zollinspektorat mitteilt. Diese Geräte verändern die Abgassteuerung der Lastwagen. Die Fahrzeuge fahren infolgedessen ohne den Zusatz AdBlue und stossen dementsprechend mehr giftige Stickoxide aus.

Ein vorprogrammiertes Gerät, spezifisch für das jeweilige Modell, wird in die Elektronik zwischengeschaltet, damit der AdBlue-Verbrauch gestoppt wird. Die Fahrzeuge verfügen so über die normale Motorenleistung, obwohl die Abgasentgiftung nicht mehr funktioniert. Ziel dieser durch die Fahrer oder den Halter getätigten missbräuchlichen und strafbaren Massnahmen ist die Einsparung der AdBlue-Kosten.

AdBlue-Manipulationen sind Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrs-, das Umweltschutz- sowie gegen das Schwerverkehrsabgabengesetz.