Zurzibiet
Zivilschützer sollen zu einer schlagkräftigen Einheit fusioniert werden

Die beiden Zivilschutzorganisationen und Regionalen Führungsorgane im Bezirk Zurzach, Aare-Rhein und Studenland, sollen auf den 1. Januar 2013 zu je einer starken Organisation zusammengelegt werden.

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Fusion geplant. Zivilschützer im Zurzibiet.

Fusion geplant. Zivilschützer im Zurzibiet.

Andreas Kaufmann

Dies haben die 23 Gemeinderäte des Bezirks sowie der Gemeinden Mandach und Schwaderloch beschlossen. An den kommenden Gemeindeversammlungen werden die Stimmberechtigten über die Satzungen abstimmen können.

Start am 1. Januar 2013

Die Zivilschutzorganisationen werden zurzeit unter grosser Kostenfolge materiell gestärkt. Jede Organisation muss in den kommenden Jahren im Auftrag des Kantons und zulasten der Gemeinden diverse Einrichtungen, Anhänger und Fahrzeuge beschaffen. Der Kanton will wie der Bund in naher Zukunft die Anzahl der Organisationen reduzieren und die verbleibenden für den Einsatz noch besser organisieren und ausrüsten. Diese Entwicklung entspricht auch der «Vision Zurzibiet», mit der die Gemeinden und der Planungsverband Zurzibiet künftig eine noch engere Zusammenarbeit fördern, die Effizienz und die Schlagkraft erhöhen und den zeitlichen wie personellen Aufwand optimieren wollen.

Eine Arbeitsgruppe hat deshalb im Auftrag der Gemeinderäte die Zusammenlegung dieser beiden Organisationen vorbereitet. Aus personellen, finanziellen und organisatorischen Gründen beantragte die Arbeitsgruppe, die Zivilschutzorganisationen sowie die Regionalen Führungsorgane auf den 1. Januar 2013 zu je einer Organisation zusammenzulegen.

Geführt werden die beiden neuen Organisationen unter dem neuen Gemeindeverband «Bevölkerungsschutz Zurzibiet». Gleichzeitig obliegt dem 9-köpfigen Vorstand die erste Stufe der politischen Verantwortung, wenn es darum geht, in Notlagen und bei Katastrophen über Anträge aus dem RFO und den Einsatz der ZSO zu entscheiden. Leitgemeinde des Verbandes ist Leuggern. Jede der 25 Gemeinden delegiert einen aktiven Gemeinderat als Abgeordneten in den Verband. Präsidiert wird der neue Verband durch GR Meinrad Moser, Bad Zurzach.

Kommandoposten in Bad Zurzach

Mit rund 380 Angehörigen wird eine neue, starke Zivilschutzorganisation des Typs 3 gebildet. Struktur, Ausrüstung sowie die dezentrale Anordnung der Magazine entsprechen den künftigen Vorstellungen des Kantons. Der Kommandoposten der ZSO wird in der derzeit grössten Anlage in Bad Zurzach eingerichtet. Durch die Zusammenlegung der beiden Organisationen auf den 1. Januar 2013 kann zudem ein sechsstelliger Investitionsbetrag eingespart werden. Im Hinblick auf grosse, mehrere Tage andauernde und flächendeckende Einsätze der ZSO kann diese im Bedarfsfall durch Organisationen aus umliegenden oder weiteren Regionen des Kantons verstärkt werden. Als Kommandant der ZSO Zurzibiet wurde Peter Hirt, derzeit Kommandant der ZSO Aare-Rhein und Gemeindeammann von Döttingen, gewählt.

Das Regionale Führungsorgan RFO koordiniert in einer Notlage oder Katastrophe den regionalen Einsatz sämtlicher Bevölkerungsschutzpartner. Der Hauptführungsstandort des RFO Zurzibiet ist in einer geschützten Anlage in Endingen. Als Chef des RFO Zurzibiet amtet Roland Indermühle, Bad Zurzach.
Die neuen Satzungen des Gemeindeverbandes Bevölkerungsschutz Zurzibiet müssen nun durch alle 25 Zurzibieter Gemeinden genehmigt werden, bevor dann der bereits gewählte Vorstand im Januar den operativen Start der beiden neuen Organisationen begleiten und starten kann. (AZ)