Kleindöttingen
Zehntausend Mal «gute Nacht!»

Die Verantwortlichen des Arbeits- und Wohnzentrums ziehen imJahresbericht 2011 ein positives Fazit – sowohl finanziell als auch im Bereich der Betreuung.

Pirmin Kramer
Merken
Drucken
Teilen
Klient Michael hat Kondensatschläuche gefertigt

Klient Michael hat Kondensatschläuche gefertigt

Zur Verfügung gestellt

«2011 war ein guter Jahrgang», schreibt Roger Cavegn, Geschäftsführer des AWZ (Arbeits- und Wohnzentrum Stiftung für Behinderte), im Jahresbericht. Mit ein Grund für die positive Bilanz ist die Erfolgsrechnung des vergangenen Jahres, die mit einem Betriebsgewinn von 51510 Franken abschliesst. Zum Vergleich: Das Vorjahr hatte das AWZ mit einem Verlust von 5995 Franken abgeschlossen. Der Umsatz der in den Werkstätten produzierten Güter sowie die erbrachten Dienstleistungen konnten gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf fast 600000 Franken gesteigert werden. «Die Zielsetzung, unseren Kundenkreis merklich zu erweitern, hat massgeblich zu diesem Resultat beigetragen», so Cavegn. «Über zehn neue Kunden, die eine langfristige Zusammenarbeit mit uns anstreben, konnten gewonnen werden.»

Im Vordergrund stehen laut Cavegn aber nicht die erfreulichen Umsatzzahlen, sondern die Arbeiten mit den Klienten: «Es wurden die unterschiedlichsten Arbeiten ausgeführt, Erzeugnisse und Produkte gefertigt, aber auch Tausende von Essen zubereitet, Hunderte von Kilometern am Stausee spaziert und mehr als zehntausend Mal im Wohnheim eine gute Nacht gewünscht», schreibt Cavegn.

Neubau soll 2014 bezugsbereit sein

Erfreulich war 2011 für die Verantwortlichen zudem, weil bei der Planung des Neubaus der Werk- und Beschäftigungsstätte eine Vorentscheidung gefallen sei, so Cavegn. Bis Ende 2011 wurde das Vorprojekt ausgearbeitet und beim Kanton zur Stellungnahme eingereicht. «Da unser Vorhaben das erste grosse Bauprojekt darstellt, das unter der neuen Bewilligungs- und Finanzierungsregie über den Kanton Aargau läuft, spielen wir dabei eine eigentliche Vorreiterrolle.» Das neue Gebäude wird auf rund 3700 Quadratmetern gegen 100 Arbeits- und Beschäftigungsplätze bieten. Gegen Ende 2014 soll der Neubau fertiggestellt sein, heisst es im Jahresbericht.