Fussball
YB- und FCZ-Profi sagen: Klingnau wird 2.-Liga-Meister

Klingnau und Koblenz starten mit Derby in 2.-Liga-Saison. Für die Fussballprofis Loris Benito (YB), Kay Voser (FC Zürich) und Radio- Argovia-Moderator Roland Kündig ist klar: «Der FC Klingnau wird in dieser Saison 2.-Liga-Meister und er steigt in die 2. Liga interregional auf.»

Andreas Fretz
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Loris Benito (l.) und Kay Voser (r.) setzen auf den FC Klingnau.

Loris Benito (l.) und Kay Voser (r.) setzen auf den FC Klingnau.

Keystone

Zehn Prominente wagen in der aktuellen Ausgabe des Fussball-Magazins Hattrick eine Prognose und tippen die Schlussrangliste. Am anderen Ende der Tabelle taucht auffällig oft der andere Zurzibieter 2.-Liga-Verein auf: Den FC Koblenz setzen Loris Benito, Goran Karanovic (Angers), Roland Kündig und Ruedi Kuhn (az-Sportreporter) auf den letzten Rang.

Aargauischer Fussballverband: Mehr Geld für Vereine

Der Aargauische Fussballverband (AFV) verdoppelt ab der Saison 2017/18 die Prämien in der Fairplay-Rangliste der 2. Liga und im Wettbewerb «Vorbildlichster Verein». In der Fairplay-Rangliste wird die Prämie von insgesamt 3600 auf 7200 Franken erhöht. Die drei fairsten Vereine werden ausgezeichnet. In der Kategorie «Vorbildlichster Verein» wird die Prämie von 10 500 auf 21 000 Franken erhöht. Neu werden statt wie bisher fünf Vereine zehn Vereine von den Ausschüttungen profitieren. Der Sieger erhält 7500 Franken. Die Vereine werden wie jedes Jahr an der AFV-Gala geehrt. Zuletzt gingen die Zurzibieter leer aus. Gut möglich, dass mit der Erhöhung auf zehn Vereine auch ein Zurzibieter Verein vom Geld profitiert. (afr)

Die Rollen scheinen klar verteilt vor dem Zurzibieter Derby heute Abend (20 Uhr, Klingnau). Für Koblenz’ neuen Trainer Juan Doval sind die Promitipps allerdings reine Spielerei. «Darauf lege ich keinen Wert», sagt er. «Aber es scheint, als ob man uns bereits abschreiben würde. Wenn unsere Gegner uns auch unterschätzen, kann uns das nur recht sein.»

Zum bevorstehenden Derby gegen den Aufstiegsanwärter und letztjährigen Zweiten sagt der 39-jährige Doval: «Klingnau ist der Favorit, sie müssen gewinnen, wir dürfen.» Sein Kontrahent Danijel Kovacevic (36) tut diese Aussage als typischen Trainerspruch ab: «Das sagen alle Aussenseiter. Aber es ist doch so: Jeder will gewinnen.» Für Kovacevic, der selbst in Koblenz wohnt und mit Klingnau seine zweite Saison in Angriff nimmt, ist es vor allem wichtig, gut in die Saison zu starten. «Wir wollen und müssen am Ende der Spielzeit sicher in den Top 4 platziert sein», sagt er, und schickt nach einer kurzen Pause eine weitere Spitze in Richtung des Bezirksrivalen: «Und wir wollen vor dem FC Koblenz liegen.» Koblenz hat sich in der Sommerpause von Trainer Detlef Bruckhoff getrennt, obwohl der Vertrag im Winter noch um eine Saison verlängert worden war. Der ehemalige Bundesliga-Profi trainiert nun den 3.-Ligisten FC Würenlingen. Zu den Gründen hört man verschiedenes: so sollen etwa die schlechte Rückrunde oder die mässige Infrastruktur des Klubs zum Bruch geführt haben. Koblenz überwinterte in der Saison 2016/17 auf Rang 2, musste dann aber bis zur letzten Runde um den Ligaerhalt zittern. Die Umbauarbeiten auf dem Sportplatz Eichhalde (Kabinen, Licht) sollen bis zum ersten Heimspiel am 2. September abgeschlossen sein.

Acht neue Spieler stehen Doval, der zuletzt die A-Junioren des FC Wettingen trainiert hat, in Koblenz zur Verfügung. Sie stammen aus der 2. und 3. Liga sowie dem Nachwuchsbereich. Sechs Abgänge hat der Verein zu verzeichnen. Zu den Saisonzielen sagt der Neuenhofer: «Wir wollen so früh wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben und die neuen Spieler integrieren.»

Thaqaj von Muri zu Klingnau

Klingnau konnte mit Shqiprim Thaqaj einen namhaften Offensivspieler verpflichten. Der 31-Jährige ging schon für den FC Baden, den FC Brugg und zuletzt für den FC Muri in der 1. Liga auf Torejagd. Mit Marino Miotti hat der Verein zudem einen 18-jährigen Junior des FC Aarau für die Torhüterposition gewinnen können. Insgesamt verzeichnet der FC Klingnau fünf Neuzugänge.