Würenlingen
Für Pumptrack-Projekt: Initianten lancieren Crowdfunding und laden die Bevölkerung zum Sponsorenlauf auf Rädern ein

Der ausgewählte Standort ist ideal, der Rückhalt im Dorf gross, aber noch fehlt das Geld: Der Verein Pumptrack Würenlingen sammelt seit Mittwoch Spenden auf der Plattform «Lokalhelden» und veranstaltet ein Sponsorenrollen.

Stefanie Garcia Lainez
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Den Film für die Crowdfunding-Plattform Lokalhelden drehte der Verein auf dem Pumptrack in Brugg.

Den Film für die Crowdfunding-Plattform Lokalhelden drehte der Verein auf dem Pumptrack in Brugg.

zvg

«Ich kann mich hier richtig austoben, es macht riesig Spass», sagt ein Junge auf dem Pumptrack in die Kamera. Ein anderer meint: «Man kann schnell fahren, stylish fahren oder Tricks machen, wie ein Rückwärtssalto.» Über 400-mal ist dieses Video des Vereins Pumptrack Würenlingen in knapp zehn Tagen bereits angeklickt worden:

Der Film ist auf dem Pumptrack in Brugg entstanden. Ein solchen asphaltieren Rundkurs möchte der Verein auch im eigenen Dorf realisieren. Für die Bahn auf 1000 Quadratmetern rechnet der Verein mit Kosten von etwa 280'000 Franken. Nun hat der Trägerverein auf der Plattform «Lokalhelden» von Raiffeisen ein Crowdfunding lanciert. Am Samstag, 4. September findet zudem ein Sponsorenrollen statt – ein Sponsorenlauf auf Rädern.

Das Ziel des Vereins: eine Freizeitanlage, die allen tagsüber offensteht – von jungen und erwachsenen Velo- und Trottinettfahrern über Inlineskaterinnen und Skateboardern bis zu Kindern, die nur über die Bodenwellen rennen möchten. Rund einen Viertel der Gesamtkosten hat der Verein bereits zusammen.

«Mehr als zehn Firmen und mehrere Privatpersonen haben uns bereits ihre grosszügige Unterstützung zugesagt», sagt Mitinitiant Pascal Stoll, der das Projekt zusammen mit Angelo Lozza, Pascal Gauch, Isidor Koller und Tobias Spuler vor etwas über einem Jahr lancierte.

Die fünf Familienväter initiierten das Projekt und übergaben im Juni 2020 fast 400 Unterschriften für den Pumptrack an die Gemeinde.

Die fünf Familienväter initiierten das Projekt und übergaben im Juni 2020 fast 400 Unterschriften für den Pumptrack an die Gemeinde.

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Das sei zum einen finanzielle, zum anderen materielle Spenden. Einen grossen Beitrag im fünfstelligen Bereich sagte bereis die Raiffeisenbank Siggenthal-Würenlingen zu, auch die Aarvia unterstütze grosszügig. Einen Beitrag dürfte zudem aus dem Swisslos-Sportfonds fliessen.

Im Dorf spürt der Verein einen grossen Rückhalt. Das Projekt ist immer wieder Gesprächsthema, das Video wird fleissig auf Whatsapp geteilt. «Im Dorf kennt man uns, das ist sicher von Vorteil», sagt Pascal Stoll. So haben sich fürs Sponsorenrollen bereits über 30 Personen angemeldet, die auf dem geteerten Platz beim Schulhaus Weissenstein ihre Runden über einen Parcours drehen werden.

«Auch spontane Anmeldungen sind möglich», sagt Stoll. Als fahrbarer Untersatz für das Sponsorenfahren dürfe alles benützt werden, was keinen Motor habe und zwischen einem und vier Rädern hat: vom Einrad über Kickboard, Skateboard, Rollschuhe, Laufrad, Bike bis zum Go-Kart. Für Verpflegung ist gesorgt.

Verein liess Mini- und Maxivariante ausarbeiten

An einem Stand informieren die Initianten über die Idee, den aktuellen Stand der Planung und den weiteren Verlauf. Nur ein paar Meter weiter bei der Tartanbahn neben der Turnhalle Tannenweg befindet sich der voraussichtliche Standort:

Verein will Pumptrack in Würenlingen bauen, beim Schulhaus Weissenstein, bei der Tartanbahn neben Turnhalle Tannenweg

Verein will Pumptrack in Würenlingen bauen, beim Schulhaus Weissenstein, bei der Tartanbahn neben Turnhalle Tannenweg

Stefanie Gracia Lainez / Aargauer Zeitung

Auch wird der Verein die minimale und die maximale Variante vorstellen, die Velosolutions ausarbeitete. Das Unternehmen aus Flims baute nach eigenen Angaben bereits mehrere hundert Pumptracks rund um den Globus.

«Wir haben uns eine Deadline per Ende September gesetzt», sagt Pascal Stoll. «Dann machen wir Kassensturz und entscheiden über das weitere Vorgehen.» Der gesamte Verein und alle Helferinnen und Helfer seien zuversichtlich, das ambitioniert Ziel zu schaffen.

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