Würenlingen
«Demokratie geht anders»: Vandalen reissen Plakate von Befürwortern herunter

Die Abstimmungen vom 13. Juni bewegen die Gemüter. Plakate werden systematisch zerstört oder entfernt. Sowohl Befürworter als auch Gegner der Agrarvorlagen sind betroffen. Zwei Plakate eines Würenlinger Biohofs hingen keine 48 Stunden.

Stefanie Garcia Lainez
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Diese Blache von Befürwortern der Agrarinitiative rissen Vandalen in der zweiten Nacht bereits wieder herunter.

Diese Blache von Befürwortern der Agrarinitiative rissen Vandalen in der zweiten Nacht bereits wieder herunter.

zvg

Heruntergerissene oder versprayte Plakate: So schlimm sei es noch nie vor einer Abstimmung gewesen, sind sich Opfer von Plakatvandalen im Kanton einig. Betroffen sind vor allem Plakate der drei Umwelt-Vorlagen. Diese Woche traf es solche von Befürwortern der Agrarinitiative aus Würenlingen.

Keine zwei Tage vergingen, bis die Plakate nach dem Anbringen heruntergerissen wurden. Das Plakat am alten Scheunentor gegenüber der Elektro Meier AG an der Lindenstrasse hing nicht einmal 24 Stunden. «Das ist total daneben», ärgern sich Katrin Dion und Walter Schneider vom Würenlinger Biobetrieb Biffighof, die das kleine Plakat angebracht hatten. «Demokratie geht anders.» Jeder dürfe doch seine Meinung vertreten. Die grosse Blache, die sie bei Familienmitgliedern in Ehrendingen an einer Hecke befestigten, verschwand in der zweiten Nacht.

Das Ja-Plakat an einem Scheunentor in Würenlingen hing keine 24 Stunden.

Das Ja-Plakat an einem Scheunentor in Würenlingen hing keine 24 Stunden.

zvg

Ob sie die Plakate nochmals anbringen werden, wissen die beiden noch nicht. «Die Hecke bei meiner Schwester in Ehrendingen hat gelitten», sagt Katrin Dion. Die Chance, dass die Blache erneut weggerissen werde, sei gross. «Beim Scheunentor in Würenlingen werden wir das Plakat vermutlich nochmals anbringen – mit einer Leiter weiter oben.»