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Wenn im Frühling keine Noten am Baum wachsen

Der Jugendchor Surbtal hat mit dem Musical «Der Notenbaum» am Samstagabend Premiere gefeiert. 60 Kinder und Jugendliche waren mit Begeisterung bei der Aufführung.

Andrea Ebneter
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Einfache, aber wirkungsvolle Verkleidungen passten gut zum Musical «Der Notenbaum». Andrea Ebneter

Einfache, aber wirkungsvolle Verkleidungen passten gut zum Musical «Der Notenbaum». Andrea Ebneter

Die zauberhafte Welt des Notenbaums – die Welt eines kleinen Komponisten, mit Feen in violetten Röcken, einem fiesen Gnom, einem Ohrwurm und weiteren Gestalten. Und vor allem: die Welt der Musik. Denn an ihm wachsen die Musiknoten, die es für jedes Lied im Land braucht. Doch was, wenn dieser Baum plötzlich krank wird? Was, wenn im Frühling auf einmal keine Noten da sind, die darauf warten, gepflückt zu werden? «Wo wären wir ohne Musik?», singt der Jugendchor Surbtal zu Beginn seines Musicals «Der Notenbaum».

Der Jugendchor Surbtal besteht aus dem ersten und zweiten Chor. Im ersten singen fast 40 Kinder im Unterstufenalter, im zweiten etwa 20 Jugendliche von der Oberstufe bis zum 20. Lebensjahr. «Der Notenbaum» ist das Projekt des ersten Chores, die Älteren helfen aber beim Singen aus. Nächstes Jahr, beim Projekt «Mamma Mia» wird es wieder umgekehrt sein.

Friedliche, farbenfrohe Welt

Dass erster sowie zweiter Chor begeistert mitmachten, wurde bei der Aufführung schnell klar. Mit vollem Einsatz sangen auch die Kleinsten ihre Solo-Stücke. Die teils etwas verzögerten Einsätze zwischen den Dialogen und der Liedern machten die Kinder mit ihrer witzigen Art, ihre Rollen zu spielen, wieder wett. Mit ihren einfachen, aber wirkungsvollen Verkleidungen passten sie genau ins Bühnenbild, das liebevoll zu einer friedlichen, farbenfrohen Welt gestaltet wurde. Übergrosse bunte Blumen hingen an den Wänden, eine Holzbrücke führte über den Bach aus Seidentücher, der bis über den Bühnenrand lief. Der hagere, grosse Notenbaum stand in der Mitte, zwischen überdimensionalen Fliegenpilzen, Steinen, einem kleinen, bemalten Holzhäuschen und verschiedenen Pflanzen.

Doch eben diese friedliche, farbenfrohe Welt geriet ins Wanken, als im Frühling am Notenbaum keine Noten mehr wuchsen. Denn die Musiker, die aus der ganzen Welt zum Baum reisten – die spanische Sängerin Maria, der Russe Dimitri oder der Rock’n’Roll-Musiker Shaky – machten die Rechnung ohne den haarigen Gnom, dem Musik ganz und gar nicht gefiel. «Sofort aufhören!», rief er den Musizierenden immer wieder zu – doch diese lachten ihn nur aus.

Als dann der Komponist eines Tages ein Liebeslied für die Sängerin Maria schreiben wollte und dafür zum Notenbaum wanderte, waren alle Noten weg. Eine Horde wütender Musiker polterte, der Chor sang: «Wer hat die Noten gestohlen?». Alle beschlossen, zusammen herauszufinden, was dem Baum fehlte. Dazu schaute der Gärtner vorbei und düngte das Gewächs. Nichts passierte. «Holt doch mal den Förster!», rief der Chor.

Der Förster kam, gab dem Baum Wasser, nichts passierte. Auch die Wissenschaftlerin wusste nicht weiter. Dann wollten der Komponist und die Musiker die Elfen um Hilfe fragen und bastelten einen grossen Notenschlüssel, der als Schlüssel für das Tor in die Elfenwelt funktionierte. Zusammen mit den Elfen konnten sie dem Notenbaum wieder zu frischen Musiknoten verhelfen.

Die letzte Aufführung findet am Sonntag, 17. März um 17 Uhr in der Mehrzweckhalle in Lengnau statt.

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