Fusion
Wenn das Gemeindehaus zum Verwaltungszentrum wird

Leibstadt verändert sich: Die Gemeinde will die Verwaltung mit Full-Reuenthal zusammenlegen. Die fusionierte Verwaltung soll ihren Sitz in Leibstadt haben.

Angelo Zambelli
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Bei Zustimmung der beiden Gemeindeversammlungen wird das Gemeindehaus Leibstadt zum Verwaltungszentrum der Gemeinden Leibstadt und Full-Reuenthal. Angelo Zambelli

Bei Zustimmung der beiden Gemeindeversammlungen wird das Gemeindehaus Leibstadt zum Verwaltungszentrum der Gemeinden Leibstadt und Full-Reuenthal. Angelo Zambelli

«Leibstadt bewegt sich, verändert sich und wird verändert», schreibt Gemeindeammann Christian Burger im grafisch völlig neu gestalteten Büchlein für die Gemeindeversammlung vom 27. Mai. Die Verwaltung, der Gemeinderat und er selbst würden täglich daran arbeiten, die Lebensqualität in der Gemeinde zu erhalten und zu verbessern.

Eine grundlegende Veränderung ist bei der Verwaltung geplant. Leibstadt und Full-Reuenthal beabsichtigen, ihre Verwaltungen zusammenzulegen und am Standort Leibstadt zu führen (die az Aargauer Zeitung berichtete). Ein entsprechender Gemeindevertrag ist von einem Projektteam, bestehend aus Gemeindeammann Christian Burger, Finanzverwalter Robert Keller und Gemeindeschreiber Peter Keller, ausgearbeitet worden und muss an den beiden Gemeindeversammlungen Ende nächste Woche noch abgesegnet werden.

Ab 2012 gemeinsam stark

Das Vertragswerk regelt Zweck und Organisation der gemeinsamen Verwaltung sowie die Finanzierung und die Anstellung des Personals. Der laufende Aufwand, der beide Gemeinden betrifft, wird mit einem Sockelbeitrag von 15 Prozent, hälftig verteilt auf beide Gemeinden, sowie die restlichen 85Prozent nach Einwohnerzahl bestritten.

Mit der Zusammenlegung der Verwaltungen sollen Synergien genutzt, die Spezialisierung der Angestellten gefördert und die Arbeitsqualität und Effizienz gesteigert werden. Der Vertrag, so er genehmigt wird, soll am 1.Januar 2012 in Kraft treten.

Zusammenlegung verursacht Kosten

Vor der Kostenersparnis steht eine Investition in die gemeinsame Verwaltung. Investiert werden muss in EDV, Mobiliar und Telefonanlage. Kosten verursacht auch das Ausarbeiten des Projekts. Der Gemeindeversammlung wird ein Bruttokredit von 280000 Franken für die Investitionen im Zusammenhang mit der Übernahme der Verwaltung Full-Reuenthal vorgelegt. Der Anteil der Gemeinde Leibstadt beträgt 168182 Franken.

Unabhängig von der gemeinsamen Verwaltungsführung möchte der Gemeinderat Leibstadt den Stellenplan anpassen. Die Gründe für die Massnahme sind vielfältig und reichen von der Schaffung von Ressourcen für Projekte und strategische Arbeiten des Gemeinderates über Entlastung des Gemeindeschreibers bis zum Auffangen des Harmonisierten Rechnungsmodells (HRM) und des Internen Kontrollsystems (IKS).

Mehrkosten von 20000 Franken

Der Gemeinderat Leibstadt beantragt den Stimmberechtigten, den Stellenplan von 330 Prozent auf 400 Prozent zu erhöhen. Die Mehrkosten betragen lediglich 20000 Franken pro Jahr, weil ein Teil der Aufwendungen durch Abgeltungen refinanziert werden kann.