Fünf Schafe gerissen
War es ein Wolf? Ergebnisse lassen auf sich warten - die DNA-Proben liegen noch nicht vor

An der Grenze zum Zurzibiet wurden fünf Schafe gerissen. Daten von den DNA-Proben liegen noch nicht vor.

Daniel Weissenbrunner
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Ob der Wolf in der Region umhergeht, ist noch unklar.

Ob der Wolf in der Region umhergeht, ist noch unklar.

Key/Archiv

Mitte November machte ein Schafhalter auf einer Weide in Niederweningen einen blutigen Fund. Er fand fünf gerissene Tiere. Ob die Bissspuren an den Schafen von einem Hund oder von einem Wolf stammten, war nicht eindeutig zu erkennen.

Wenige Tage später die nächste Entdeckung: In unmittelbarer Nähe zur Zurzibieter Grenze in Grauweil auf dem Stadtgebiet von Waldshut-Tiengen verendeten drei Schafe. Dieses Mal war der Nachweis klar. Die Behörden machten einen Grauwolf für den Angriff verantwortlich. Drei Tage später schlug nachweislich derselbe Wolf in Merzhausen bei Freiburg im Breisgau nochmals zu – fast 50 Kilometer nordwestlich von Waldshut riss er ein Schaf.

Seither stellt sich die Frage, ob die Attacke oberhalb von Niederweningen demselben Wolf zugeordnet werden kann. «Wir wissen es noch nicht», sagt Jürg Zinggeler vom Amt für Landschaft und Natur des Kantons Zürich auf Anfrage. Fachleute der Kantonspolizei, des Forensischen Instituts Zürich sowie der kantonalen Fischerei- und Jagdverwaltung hatten vor Ort die Spuren gesichert, DNA-­Proben entnommen und weitergeleitet. Dafür zuständig ist das Labor für Umweltschutzbiologie in Lausanne, welches das genetische Material auswertet.

Sollte es sich tatsächlich um einen Wolf handeln, wären weitere Analysen nötig, um zu sehen, ob es sich um ein Tier handelt, das zuvor bereits erfasst worden war. Die Ergebnisse dieser Analysen werden ­anschliessend an das Bundesamt für Umwelt und die Kantone weitergeleitet, welche die Daten für ihre Zwecke verwenden. Jürg Zinggeler hofft, dass dies in absehbarer Zeit der Fall sein wird. Man warte sehnsüchtig auf die Resultate, die auf Ende Jahr angekündigt waren.