Tegerfelden
Während der Sanierung wird die Steigstrasse für den Verkehr gesperrt

Über die Sanierungen der Steigstrasse, der Surb und des Gislibachs informierte die Gemeinde bei den künftigen Baustellen. Die drei Sanierungsvorhaben beschäftigen die Gemeinde in den nächsten Monaten sehr stark.

Hans Christof Wagner
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Sanierungsprojekte in Tegerfelden
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Die nahe der Surbbrücke aufgehängten Pläne stossen auf Interesse
Der Gislisbach ist das Metier von Intenieur Markus Senn links
Bauleiter Walter Riechsteiner erklärt die Sanierung der Steingstrasse
Die nahe der Surbbrücke aufgehängten Pläne stossen auf Interesse

Sanierungsprojekte in Tegerfelden

Hans Christof Wagner

Die Sanierung eines Teils der Steigstrasse beginnt am 7. April, verbunden mit einer bis 28. Juni dauernden Totalsperrung, teilte Bauleiter Walter Riechsteiner rund 50 Personen am Orientierungsanlass mit. Vom 30. Juni bis 21. September werden die Arbeiten unterbrochen. Das hängt mit der Sperrung der Zollbrücke bei Koblenz zusammen. Von Ende September bis Ende März 2015 folgt die zweite Totalsperrung. In diesen Monaten wird der Belag der Steigstrasse erneuert und diese von rund 6 auf 6,5 Meter verbreitert.

Zudem werden Arbeiter die marode Randmauer durch zeitgemässe Sicherungstechnik ersetzen. Und sie stützen den Hang in Richtung Surb mit Spritzbeton und Felsankern ab. «Eine Neupflanzung von Bäumen ist nicht vorgesehen, dafür ist der Untergrund nicht fest genug. Kletterpflanzen sollen aber die Spritzbetonflächen abdecken», sagte Guido Sutter vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons. Seitens der Anwesenden wurden Bedenken laut über mehr Verkehr in Zusammenhang mit der Zollsperrung Koblenz. Sutter räumte die Mehrbelastung ein.

Dies sei ja auch Grund für den Unterbruch der Sperrung der Steigstrasse in dieser Zeit. Gemeindeammann Peter Hauenstein sprach von Konzepten zur künftigen Verkehrsregelung auf kantonaler Ebene, die es abzuwarten gelte.

Eine Rampe für die Fische

Die Arbeiten zur Beseitigung von Wanderhindernissen für Fische in der Surb gehen weiter. Das für Fische unpassierbare Wehr von Tegerfelden wird abgerissen. An dessen Stelle soll eine mit grossen Steinblöcken befestigte, rund 70 Meter lange Rampe erstellt werden, die es den Fischen ermöglicht, die rund 1,5 Meter Höhenunterschied zu überwinden. Laut Nanina Blank, Projektleiterin Flussrevitalisierung der Abteilung Landschaft und Gewässer des Kantons, werden die Arbeiten im Sommer starten und etwa drei Monate dauern. Die Kosten betragen rund 400 000 Franken. Blank versprach, dass die Bauarbeiten den Durchgangsverkehr in Tegerfelden nur wenig störten. Sie erklärte, dass das Surb-Projekt auch die Neugestaltung der Einmündung des Gislibaches umfasse.

Mehr Natur für den Gislibach

Doch nicht nur hier, sondern auf seiner ganzen Länge soll der Gislibach erneuert werden. Ingenieur Markus Senn stellte die Massnahmen vor. Er räumte ein, dass es sich nur um grobe Vorabinformationen handele. «Wir wollen das Projekt im Detail samt Kosten bei der Sommergmeind präsentieren», kündigte Senn an. Bei den Ausführungen wurde deutlich: Die Gemeinde hat sich viel vorgenommen. So soll nicht nur das Bachbett saniert und renaturiert werden. Vorgesehen sind auch neue Wasser- und Abwasserleitungen. Der Verlauf des Gisliachs unter Strassen und Häusern hindurch macht die Arbeiten teuer und aufwendig.