Wahlen
CDU erleidet auch in Waldshut-Tiengen massive Stimmverluste und bleibt nur knapp stärkste Kraft

Die Union verliert in Deutschland nicht nur auf Bundesebene: Im Kreis Waldshut-Tiengen büsst sie bei den Bundestagswahlen über 12 Prozentpunkte ein. SPD, Grüne und FDP sind die Gewinner.

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Der Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner (CDU) verteidigte seinen Spitzenplatz. Er büsste aber über 6 Prozente im Vergleich zur letzten Wahl ein.

Der Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner (CDU) verteidigte seinen Spitzenplatz. Er büsste aber über 6 Prozente im Vergleich zur letzten Wahl ein.

Ina Haar

Die CDU ist Gewinnerin und zugleich Verliererin der Bundestagswahl in Waldshut-Tiengen. Die Partei konnte sich zwar knapp auf dem Spitzenplatz behaupten, musste aber einen Verlust von 12,1 Prozentpunkten gegenüber dem Ergebnis vor vier Jahren hinnehmen. Ihr Stimmenanteil fiel von 38,1 auf 26,03 Prozent. Die Union landete damit knapp vor den Sozialdemokraten, die mit nun 22,98 Prozent mehr als sechs Prozentpunkte gegenüber 2017 (16,7) gewannen. Die Grünen blieben drittstärkste Kraft und legten um fast fünf Prozentpunkte auf 17,4 Prozent zu. Die FDP verbesserte sich von 11,4 auf neu 14,22 Prozent. Die AfD verlor 2,3 Prozentpunkte und holte 8,99 Prozent.

Bei den Erststimmen für die Kandidaten des Wahlkreises Waldshut erhielt der CDU-Bundestagabgeordnete Felix Schreiner 32,01 Prozent. Er konnte damit den Spitzenplatz verteidigen, büsste gegenüber der Bundestagswahl 2017 jedoch 6,5 Prozentpunkte ein. Die SPD-Bundestagabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter holte 28,35 Prozent der Stimmen. Sie konnte damit rund eineinhalb Prozentpunkte gegenüber der Abstimmung vor vier Jahren gutmachen.

Der Waldshuter Jan-Lukas Schmitt, der erstmals für die Grünen kandidierte, verbuchte 14,42 der Zweitstimmen für sich, was einer Zunahme von rund sechs Prozentpunkten entspricht. Zuwuchs gab es auch bei der FDP mit ihrem Kandidaten Jareem Khawaja: Der Liberale holte 7,66 Prozent, was einem leichten Plus von eineinhalb Prozentpunkten gegenüber 2017 entspricht. Die AfD-Kandidatin Andrea Zürcher kam auf 9,05 Prozent der Erststimmen. (Juliane Schlichter/Südkurier)

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