Böttstein
Vom Schulhaus Rain II bleibt nur Schutt übrig

Das Schulhaus Rain II in der Gemeinde Böttstein st in den vergangenen zwei Tagen abgerissen worden. Es weicht einem Teilneubau, in dem ab Sommer 2013 unterrichtet wird.

Pirmin Kramer
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Das Schulhaus, das in den Jahren 1974 und 1975 gebaut wurde, hatte dem Gemeinderat in den vergangenen Jahren Sorge bereitet.

Das Schulhaus, das in den Jahren 1974 und 1975 gebaut wurde, hatte dem Gemeinderat in den vergangenen Jahren Sorge bereitet.

Pirmin Kramer

«Dieser Schulhausneubau ist ein Meilenstein für unsere Gemeinde», sagt Gemeindeammann Patrick Gosteli. Gestern fand der symbolische Spatenstich für den Teilneubau des Schulhauses Rain II statt.
Das Schulhaus, das in den Jahren 1974 und 1975 gebaut wurde, hatte dem Gemeinderat in den vergangenen Jahren Sorge bereitet.

Die Tragkonstruktion erfüllt die Anforderungen betreffend Erdbebenschutz und Tragsicherheit nicht mehr», erklärt Gosteli. Bei extrem viel Schnee auf dem Dach hätte man räumen müssen. «Und im obersten Teil des Gebäudes durften wir keine Elternabende mehr durchführen, weil die Tragsicherheit nicht mehr gewährleistet war. Auch mit dem Schallschutz gab es Probleme. Wenn eine Klasse in einem Zimmer Musikunterricht hatte, hätten dies die Schüler in anderen Räumen gehört.

Treppentürme bleiben stehen

«Der Keller und die Bodenplatte bleiben, alle Räume über dem Boden werden neu gebaut», erklärt Gosteli. Bei der Teilerneuerung ist nun geplant, das Untergeschoss und die beiden Treppentürme stehen zu lassen. Der Stahlbau hingegen wird komplett abgebrochen und durch einen Stahl-/Holzbau ersetzt. Zu den Schulhäusern Rain I und Rain III werden Verbindungsgänge gebaut. «Diese Verbindungen gewährleisten, dass man problemlos mit einem Rollstuhl vom einen zum anderen Schulhaus gelangen kann.»

Gemeindeammann Gosteli erklärt: «Von der Architektur her wird das Schulhaus nicht komplett neu aussehen, denn das Fundament ist dasselbe, und das Gebäude wird wieder in Leichtbauweise erstellt.»
Während des kommenden Schuljahres werden einige Klassen im alten Schulhaus aus dem Jahre 1901 unterrichtet, erklärt Gosteli. «Ziel ist es, dass das Schulhaus bis im Sommer fertiggestellt sein wird.» An der Gemeindeversammlung haben die Stimmbürger einen Baukredit von 6,15 Millionen Franken gesprochen.

«Einige Schülerinnen und Schüler waren ein klein wenig traurig, als ihr altes Klassenzimmer abgerissen wurde», erzählt Schulleiterin Gabi Spuhler. Gleichzeitig sei die Vorfreude bei allen riesig. «Schüler und Lehrer können das neue Schulhaus mit seinen modernen Zimmern kaum erwarten. Mit dem neuen Bau sind wir für die Zukunft gut gerüstet.»