Leuggern
Vize-Chef der Raiffeisenbank Aare-Rhein tritt kürzer – der Hauptsitz wird umgebaut

Die Raiffeisenbank Aare-Rhein braucht an ihrem Hauptsitz in Leuggern mehr Platz. Ausserdem übernimmt Rouwen Salpeter von Martin Stampfli den Posten des stellvertretenden Bankleiters.

Philipp Zimmermann
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GV 2018 Raiffeisenbank Aare-Rhein
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"Heute platzt die Liegenschaft aus allen Nähten", erklärt Verwaltungsratspräsident Beat Elsener die Umbaupläne beim Hauptsitz.
Rouwen Salpeter folgt als stv. Bankleiter auf Martin Stämpfli. Er tritt die Stelle auf den 1. April 2018 an.
"Wir haben in allen Bereichen zugelegt", freut sich Bankleiter Willi Vogt.
1108 verfolgen die GV im Sportcenter Leuggern.
Die GV nimmt einen reibungslosen Verlauf.
Ganz links Andreas Dold (Revisionsgesellschaft Privcewatershouse Coopers), dann der Verwaltungsrat mit Philipp Emmenegger, Daniel Holenstein, Mario Neuhäusler. Bankleiter Willi Vogt spricht gerade zu den Genossenschaftern, ganz rechts Verwaltungsratspräsident Beat Elsener.
Willi Vogt und Beat Elsener ehren auch Thomas Hauser (Mitte) – er ist bereits das 20. Mal für die Organisation der Generalversammlung verantwortlich.
Die Musikgesellschaft Rietheim zeigt ihr Können vor dem offiziellen Beginn der Generalversammlung.
Der Aufmarsch der Genossenschafter ist einmal mehr gross. Wie üblich, setzt sich kaum jemand auf die vordersten Plätze.

GV 2018 Raiffeisenbank Aare-Rhein

Philipp Zimmermann

Vor 20 Jahren wurde der Hauptsitz der Raiffeisenbank Aare-Rhein in Leuggern eröffnet. Nun steht eine grosse Veränderung an. "Heute platzt die Liegenschaft aus allen Nähten", sagte Verwaltungsratspräsident Beat Elsener an der 101. Generalversammlung vom Freitag im Sportcenter Leuggern. "Wir haben uns deshalb entscheiden, einen Umbau vertieft zu prüfen und in naher Zukunft umzusetzen." Bereits hat die Bank einen Architektenwettbewerb gestartet. Schon diesen Sommer sollen erste Vorschläge vorliegen. "Dann geht es an die Umsetzungsphase", informierte Elsener weiter. Vor 12 Jahren wurde bereits ein Umbau abgeschlossen. In derselben Liegenschaft befindet sich das Gemeindehaus.

 Der Hauptsitz der Raiffeisenbank Aare-Rhein in Leuggern. Im selben Gebäude hat auch die Gemeindeverwaltung ihren Sitz.

Der Hauptsitz der Raiffeisenbank Aare-Rhein in Leuggern. Im selben Gebäude hat auch die Gemeindeverwaltung ihren Sitz.

Philipp Zimmermann

Neuer Vize-Chef

Auch in personeller Hinsicht steht eine wichtige Änderung kurz bevor: Martin Stampfli, der langjährige Stellvertretende Bankleiter, tritt für sein letztes Jahr vor der Pensionierung kürzer. Er scheidet auf eigenen Wunsch per Ende März und nach über 17 Jahren aus der Bankleitung aus. Elsener unterstrich die Verdienste Stampflis und sprach von einer "guten und konstruktiven Zusammenarbeit und einem super Typ". Als Nachfolger wurde Rouwen Salpeter bestimmt, der 2016 von der Neuen Aargauer Bank in Döttingen zur Raiffeisenbank Aare-Rhein wechselte. Salpeter komplettiert die Bankleitung mit dem langjährigen Vorsitzenden der Bankleitung Willi Vogt sowie Thomas Hauser und Dominik Laube.

Den Jahresgewinn hat die Bank 2017 um 5,1 Prozent auf 1,34 Millionen gesteigert. "Wir haben in allen Bereichen zugelegt", freute sich Bankleiter Willi Vogt. Er präsentierte den 1108 anwesenden Genossenschaftern die weiteren Eckzahlen: Die Bilanzsumme stieg um 5,5 Prozent auf 686 Millionen Franken, die Ausleihungen um 6,1 Prozent auf 575,9 Millionen Franken. Auch die Zahl der Mitglieder erhöhte sich von um 1,8 Prozent von 6283 auf 6393. Das Zinsgeschäft ist nach wie vor das Kerngeschäft der Bank und sorgt mit 7,4 Millionen Franken für den Löwenanteil von 74 Prozent des Ertrags.

"Kein direkter Schaden"

Elsener sprach kurz die Affäre um Pierin Vincenz, den ehemaligen Raiffeisen Schweiz-Chef, an: "Auch wenn die Vorkommnisse rund 10 Jahre zurückliegen, ist der Image- und Reputationsschaden nicht von der Hand zu weisen." Er versicherte den Genossenschafter aber zugleich: "Unsere Raiffeisenbank und unsere Kunden haben keinen direkten Schaden erlitten." Aus der Versammlung gab es dazu eine Wortmeldung.

Die GV verlief reibungslos. Einen Hauch von Unruhe gab es nur, als der Vertreter von Pricewaterhouse Coopers wegen des Revisionsberichts kurz das Wort an die Genossenschafter richtete. Weil er dies mit zu grosser Distanz vom Mikrofon tat, war seine Stimme kaum zu hören. "Lauter!", war sogleich aus den Reihen der Genossenschafter zu hören. Womit auch klar wurde, dass die Genossenschafter die GV trotz einer gewissen Routine hellwach mitverfolgen.

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