Bad Zurzach
Verenaspiele in Bad Zurzach: Das sagt Kulturminister Alex Hürzeler dazu

Eine illustre Schar von weltlichen und geistlichen Gästen war an der Premiere von «Verena – ein modernes Mirakelspiel». Was sagt Kulturminister Alex Hürzeler dazu?

Rosmarie Mehlin
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Regisseur Hannes Leo Meier und Schwester Benedikta, Einsiedlerin in der Verenaschlucht bei Solothurn.
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Luc Humbel, Kirchenratspräsident der katholischen Landeskirche Aargau (links), und Markus Thürig, Generalvikar des Bistums Basel.
Grossrat Theo Voegtli (Kleindöttingen) mit Ehefrau Claudia und Professor Hans Rudolf Sennhauser (Bad Zurzach).
Die Premierengäste am Verenaspiele in Bad Zurzach
Die Premierenbesucher stürmen die Zuschauertribüne.

Regisseur Hannes Leo Meier und Schwester Benedikta, Einsiedlerin in der Verenaschlucht bei Solothurn.

Angelo Zambelli

Was der unvergessliche Entertainer Harald Juhnke besang – «Barfuss oder Lackschuh» – war am Mittwochabend im und ums Theaterbar-Zelt hinter der Tribüne auf dem «Chilebückli» zu beobachten. Draussen stimmte sich das bare «Fussvolk» bei einem «Verena-Bier» auf den Abend ein, drinnen pflegten bei Wein, Cüpli und Häppchen die geladenen Promis den üblichen Smalltalk. Markus Thürig, Generalvikar des Bistum Basels – «Verena ist, wie auch Urs und Viktor, eine Patronin unseres Bistums» – unterhielt sich mit dem aus Bad Zurzach stammenden Kirchenratspräsidenten der katholischen Landeskirche Aargau, Luc Humbel.

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Freilichttheater Verenaspiel: Impressionen von der Premiere
Freilichttheater Verenaspiel: Impressionen von der Premiere
Freilichttheater Verenaspiel: Impressionen von der Premiere
Freilichttheater Verenaspiel: Impressionen von der Premiere
Freilichttheater Verenaspiel: Impressionen von der Premiere

Chris Iseli

Für Hannes Leo Meier, den Regisseur des Mirakelspiels, gab es ein Wiedersehen mit Schwester Benedikta, seit einem Monat Einsiedlerin in der Verenaschlucht bei Solothurn. Sie habe, sagte Benedikta, sich gut eingelebt und schon sehr viele Besucher der Schlucht begrüssen dürfen. Ein Verenaspiel habe sie noch nie gesehen – «vielfältig, farbig und beeindruckend für alle Sinne» – so ihr Kommentar nach der Vorstellung.

Mit den Nationalrätinnen Yvonne Feri und Ruth Humbel Näf, den Grossräten René Huber, Franz Nebel und Theo Voegtli sowie den Gemeinderäten und Ammännern aus Bad Zurzach und den umliegenden Gemeinden war das politische Segment stark besetzt. Der eine oder andere Parteivertreter dürfte während der Vorstellung etwas leer geschluckt haben. Grund dazu hätte als SVP-Vertreter etwa Regierungsrat Alex Hürzeler gehabt. Beim Apéro wechselte er als Kulturminister auch ein paar Worte mit dem Kulturverantwortlichen der Stadt Waldshut-Tiengen, Hartmut Schölch. Nach der Aufführung zeigte sich Hürzeler – politische Anspielungen hin oder her – sehr angetan: «Sympathisches, gelungenes Laientheater in schöner Kulisse und in einer anspruchsvollen zeitgenössischen Inszenierung.»

Historisch anspruchsvoll

Hans Rudolf Sennhauser, als Historiker emeritierter Professor der Uni Zürich und der ETH, war als gebürtiger Zurzacher im Kindergarten auf dem Chilebückli und hat schon mehrere Verenaspiele in der Oberen Kirche und im Verenamünster gesehen. «Der Ort hier unter freiem Himmel mit der Burgkapelle ist wunderbar und wahrhaft geschaffen für ein solches Spiel. Der Autor Hannes Glarner hat sehr gut recherchiert. Das Stück zeugt von grossem Detailreichtum und ist deshalb historisch anspruchsvoll und zugleich zeitgemäss. Dabei ist es aber weder profan, noch allzu sakral.»