Zurzibiet
Verdienter Ruhestand für ein Urgestein des Baudepartements

Fridolin Vögeli, Strassenmeister des Kantons, geht in Pension. Zum Abschied nach seiner über 40-jährigen Tätigkeit für das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau lud er seine Mitarbeiter nach Münchwilen ein.

marc Fischer
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40 Jahre lang war Fridolin Vögeli im Departement Bau, Verkehr und Umwelt allgegenwärtig.

40 Jahre lang war Fridolin Vögeli im Departement Bau, Verkehr und Umwelt allgegenwärtig.

mf

Fridolin Vögeli weiss es genau: 40 Jahre und zweieinhalb Monate hat er für den Kanton gearbeitet – in verschiedenen Funktionen, aber stets im Baudepartement, dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU), wie es heute heisst. Zum Abschied lud er seine Mitarbeiter in den Kantonalen Werkhof in Münchwilen ein und liess zu Beginn seine Karriere gleich selber Revue passieren.

Fräulein Ott und Spezialaufgaben

Die erste Erinnerung, die er mit seinem Arbeitsplatz verbinde, so Vögeli in seiner Abschiedsrede, sei Fräulein Ott, die ihm am ersten Arbeitstag im November 1971 Bleistift, Radiergummi, Lineal und Schere ausgehändigt habe – gegen Unterschrift wohlgemerkt.

Bald aber galt seine Sorge nicht mehr dem Büromaterial, sondern verschiedensten Projekten und Spezialaufgaben im Departement, wie Vögeli in seiner Tour d’Horizon weiter erzählte. Zunächst war er in der Verkehrsplanung tätig, ab 1986 Unterhaltschef der Autobahnen. Sein erstes grosses Projekt in dieser Funktion leitete er dabei im Fricktal. «In nur einem Sommer haben wir das Teilstück Frick-Rheinfelden in beiden Richtungen saniert.»

Fürs Fricktal und das Zurzibiet

Im Jahr 1996 wurde Vögeli zum Leiter Strassenunterhalt des Kantons ernannt. Er war verantwortlich für das Fricktal und das Zurzibiet. «Damals musste man nicht einmal ein Assessment durchlaufen», so Vögeli mit einem Augenzwinkern, «und trotzdem ist es einigermassen gut herausgekommen.» In all den Jahren habe ihm die Arbeit stets Spass gemacht, so Vögeli weiter. «Ich bin jeden Tag gerne zur Arbeit gegangen und denke, dass das auch an den verbleibenden beiden Tagen noch so sein wird.»

Sein Dank ging dabei an seine Mitarbeiter, «die mich stets hervorragend unterstützt haben.» Und auch an die vier Departementsvorsteher, mit denen Vögeli in seiner langen Dienstzeit zusammenarbeitete.

Beyelers Würdigung

Der aktuelle BVU-Vorsteher, Peter C. Beyeler liess es sich im Anschluss nicht nehmen, dem abtretenden Fridolin Vögeli zu danken und ihn zu würdigen. Obwohl dieser viele seiner Leistungen bereits in seiner Rede betont habe, wie Beyeler mit einem Schmunzeln bemerkte. «Mit Fridolin Vögeli geht ein Urgestein in den Ruhestand», so Beyeler, «kaum jemand hat so lange im gleichen Departement gearbeitet wie er.»

Er würdigte ihn dann auch als «Macher mit Kreativität, der stets nach Lösungen gesucht hat», als «Bewegungsmenschen, der sich und andere bewegt hat» und als direkten, gradlinigen Menschen. «Sein Markenzeichen ist sein durchgestreckter Arm bei der Begrüssung und sein fester Händedruck.» Kurzum, Vögeli sei einmalig gewesen und werde dem Departement mit Sicherheit fehlen.

Dennoch verabschiedete der Regierungsrat seinen Leiter Strassenunterhalt mit vielen guten Wünschen: «Zeit zum Denken, Zeit zum Schauen, Zeit zum geniessen und Zeit für die Familie» seien ihm hoffentlich gegönnt.