Leuggern
Unbekannte stellen Polizei-Anhänger auf Radweg – der Scherz war nicht ungefährlich

Diese Woche mussten Velofahrer in Leuggern gut aufpassen. Denn mitten auf dem Rad- und Fussgängerweg entlang der Hardlestrasse stand ein sogenannter "Speedy" der Regionalpolizei. Wer ihn so ungünstig platzierte, ist unklar.

Stefanie Garcia Lainez
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Unbekannte haben den Polizeianhänger in Leuggern vom Grasstreifen auf den Veloweg geschoben.

Unbekannte haben den Polizeianhänger in Leuggern vom Grasstreifen auf den Veloweg geschoben.

zvg

Diese Woche sorgte ein Tempo-Info-Gerät, der sogenannte «Speedy», der Regionalpolizei Zurzibiet für Gesprächsstoff. Das Gerät, das mit einem lächelnden oder weinenden Gesicht anzeigt, ob das Fahrzeug auf der Strasse die Geschwindigkeit einhält, stand nämlich an einem ungünstigen Ort – mitten auf einem Velo- und Fussweg in der Nähe des Sportcenters in Leuggern.

Ein Facebook-Nutzer postete Fotos dazu und schrieb: «Wie lange würde es wohl gehen, wenn eine Privatperson einen Anhänger mitten auf dem Radweg abstellt, bis Besuch kommt?»

Die Antwort von Repol-Chef René Lippuner kam postwendend:

Besten Dank für die Meldung. Da hat sich jemand einen ganz lustigen Scherz erlaubt. Wir haben ihn nicht dort platziert, und wir werden es noch heute Nachmittag korrigieren.

«Speedy» stand eine Woche lang auf dem grünen Streifen zwischen Härdlestrasse und Veloweg, bis Unbekannte den Anhänger mitsamt «Speedy» am Dienstag verschoben. «Davor stand nur ein Rad auf dem Veloweg», sagt René Lippuner auf Anfrage. Der Anhänger sei nicht arretierbar und könne auch nicht abgeschlossen werden.

Dennoch sei es bis jetzt in all den Jahren noch nie verkommen, dass jemand den 150 Kilogramm schweren Anhänger und den 50 Kilogramm schweren «Speedy» umplatziert habe.

Der Scherz war nicht ungefährlich: «Der Anhänger ist nicht beleuchtet und deshalb für Velofahrer und Fussgänger im Dunkeln nicht leicht zu erkennen», erklärt Lippuner. Eine Busse droht den Spassvögeln aber nicht. Der Repol-Chef sagt:

Das wäre, als würde man mit Kanonen auf Spatzen schiessen.

Vielmehr würden die Polizisten das Gespräch suchen und die möglichen Gefahren aufzeigen.

Der Facebook-Post ist mittlerweile wieder verschwunden.