Kleindöttingen
Trotz Klotener Niederlage: Für Büromöbelfirma zahlt sich das Sponsoring aus

Am Samstagabend ist die Schweizer Eishockeymeisterschaft mit einem Sieg der ZSC Lions gegen die Klotener Flyers zu Ende gegangen. Auf dem Eis präsent war die Kleindöttinger Büromöbelfirma ZKD – als Werbepartner des Vizemeisters.

Angelo Zambelli
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Klotens Verteidiger Lukas Frick wird von einem ZSC-Stürmer zu Fall gebracht.

Klotens Verteidiger Lukas Frick wird von einem ZSC-Stürmer zu Fall gebracht.

Keystone/Patrick B. Kraemer

Samstagabend, 23.23 Uhr, Kolping-Arena Kloten: ZSC-Spieler Robert Nilsson läuft auf Klotens Goalie Martin Gerber zu und schlenzt den Puck an diesem vorbei ins Netz: Die ZSC Lions sind Schweizer Eishockey-Meister 2014. Mittendrin im Geschehen: der Zurzibieter Büromöbelhersteller ZKD aus Kleindöttingen. Die Firma aus dem unteren Aaretal ist Teil des neuen Sponsor-Konzepts der Flyers und deshalb berechtigt, Werbung auf dem Eis, auf den Trikots der Klotener Spieler, auf den festen Banden sowie auf den LED-Banden zu platzieren.

Doch wie kommt ein Unternehmen wie die ZKD mit seinen 80 Angestellten zu einem derart prominenten Engagement? Fred Heinzelmann, Verwaltungsratspräsident der ZKD Büromöbel AG, erklärt, wie die Verbindung seines Unternehmens mit den Kloten Flyers zustande kam: «Ich habe eine Affinität zum Eishockey und verfüge über ein gutes Beziehungsnetz in diesem Sport. Da das Eishockey den grössten Aufmerksamkeitszuwachs aller in der Schweiz betriebenen Sportarten aufweist, lag es nahe, dass sich das Unternehmen in diesem Bereich engagiert.»

Gewichtige Argumente für ein Engagement bei den Flyers seien gewesen, so Heinzelmann, dass der Club genauso wie seine Firma einen Aufbruch zu neuen Ufern wagt, und dass sich das Bekanntheitsgebiet der Flyers mit dem Geschäftsgebiet der ZKD deckt.

Wie viel der Kleindöttinger Büromöbelhersteller in das Engagement mit dem Schweizer Vizemeister 2014 investiert hat, will Heinzelmann nicht preisgeben. Nur soviel: «Ziel war es, dass sich Kosten und Nutzen die Waage halten. Jetzt können wir sagen, dass der Nutzen überwiegt.»

Unter Nutzen verbucht Heinzelmann nicht nur die reinen Werbeeffekte übers Fernsehen und über die Tageszeitungen, sondern auch, dass den ZKD-Mitarbeitern und den Kunden der Besuch eines Spiels in der Klotener Eishalle ermöglicht werden konnte.

Engagement auch in der Region

Dass es die Flyers in die Playoffs schafften, war für die Werbepartner des Traditionsklubs – unter ihnen Grossfirmen wie Postfinance, Müller-Milch und Calanda-Bräu – wie Weihnachten und Ostern zusammen.

Dass das Märchen am Ostersamstag endete, schmerzt Heinzelmann nur bedingt: «Der ZSC war besser. Das muss ich auch als Werbepartner der Flyers neidlos anerkennen. Natürlich wäre es das Tüpfelchen auf dem i gewesen, wenn wir uns in der eigenen Halle als Schweizer Meister 2014 hätten feiern lassen können.»

Doch was noch nicht ist, kann noch werden: Die ZKD Büromöbel AG hat einen Zweijahresvertrag bei den Kloten Flyers unterschrieben und wird auch in der nächsten Saison als Werbepartner mit von der Partie sein.

Nebenbei bemerkt: Der Zurzibieter Büromöbelhersteller engagiert sich nicht nur auf nationaler Ebene als Sponsor, sondern auch auf regionaler. Die Firma unterstützt zahlreiche Institutionen, unter ihnen die Kindertagesstätte «Chnopftruckli» in Klingnau und die Guggenmusik «Stauseehüüler» aus Kleindöttingen.

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