Vor der Premiere
Theater Klingnau zeigt eine rasante Posse über eine schrullige Witwe

Mit «Pension Schöller» führt das Theater Klingnau in diesem Jahr eine fröhliche Komödie auf.

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Johnny Schifferle spielt den Kunstmaler Alexander Kissling

Johnny Schifferle spielt den Kunstmaler Alexander Kissling

ZVG

«Nach em Räge schint Sunne, nach em Briegge wird glacht»: Dem Motto des bekannten Kinderlieds von Artur Beul folgend bringt das Theater Klingnau nach den emotionalen «Liebeszeiten» im vergangenen Jahr nun die fröhliche «Pension Schöller» auf die Bühne im Propsteikeller. Die wohlhabende und schrullige Witwe Leonie Schläppi (gespielt von Andrea Egli) macht sich auf, um das Erbe ihres verstorbenen Gatten zu verjubeln.

Ob Kleider, Schmuck, Frisuren oder gar eine Nervenheilanstalt – nichts scheint vor der Kauflust der lebenslustigen Witwe sicher zu sein. Leonie Schläppi verspricht ihrer Nichte Katharina (gespielt von Silvia Dörig) eine finanzielle Unterstützung für ihr neues «Lädeli», wenn sie ihr dafür Zutritt in eine «Nervenheilanstalt» verschafft.

Da trifft es sich gut, dass in der Pension Schöller am Abend eine Soiree stattfinden soll. Katharinas Freund Alexander (Jonny Schifferle) hat eine Idee: Sie verkaufen Katharinas Tante nun die Pension Schöller als eine offenen Anstalt, in der sogar gesellige Abende über die Bühne gehen. Die skurrilen Gäste sind mitnichten Psychiatrie-Insassen, pflegen aber ihre exzentrischen Ticks derartig, dass Leonie Schläppi sie tatsächlich allesamt für irre hält.

Die rasante Posse wurde 1890 von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs geschrieben und in Berlin uraufgeführt. Das Theater Klingnau zeigt die überarbeitete Mundartfassung von Hannes Zaugg Graf unter der Regie von Therese Delay. Christian Seidel unterstützt das Stück musikalisch. 15 Schauspieler hauchen den skurrilen Figuren der Komödie Leben ein.

«Pension Schöller»:

Premiere: Heute Freitag, 6. März, 20.15 Uhr; weitere Aufführungen bis 4. April, jeweils Fr/Sa sowie sonntags am 15. und 29. März; jeweils ab 20.15 Uhr; Propstei, Klingnau.