Tegerfelden
«Lehrlinge ausbilden ist meine Leidenschaft»: Vor 25 Jahren hat er seinen Landmaschinen-Betrieb gegründet

Dass er sich selbstständig machen wird, wusste Andreas Baumgartner schon während seiner Lehre. 1996 legte er den Grundstein für seine Baumgartner Landmaschinen GmbH. Am Wochenende haben er und sein Team zur Jubiläumsausstellung geladen.

Stefanie Garcia Lainez
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Andreas und Miriam Baumgartner haben zur Ausstellung geladen.

Andreas und Miriam Baumgartner haben zur Ausstellung geladen.

Stefanie Garcia Lainez

«Schau mal, wie gross diese Räder sind», sagt ein Bub und zeigt auf den mächtigen John-Deere-Traktor. Ein halbes Dutzend dieser grünen Riesen stehen auf dem Vorplatz der Baumgartner Landmaschinen GmbH in Tegerfelden. «Ich bin auf dem Bauernhof aufgewachsen», sagt der Grossvater, der mit den Enkeln auf dem Velo aus Endingen angereist ist. «Traktoren sind noch immer meine Leidenschaft.»

Rund weitere 150 Maschinen und Anbaugeräte hat das Handels- und Reparaturleistungsunternehmen am Wochenende gezeigt: Die zweitgrösste Importeurin der Schweiz für Rebbau-Maschinen hat ihr 25-Jahre-Jubiläum gefeiert.

Die Baumgartner Landmaschinen GmbH in Tegerfelden hat zu einer Ausstellung geladen. Der Anlass: ihr 25-Jahre-Jubiläum.
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Denn vor 25 Jahren legte Andreas Baumgartner den Grundstein für seinen Landmaschinen-Betrieb.
Von rechts: Miriam und Andreas Baumgartner 2006 mit ihrer Tochter (vorne) sowie ihren damaligen Lehrlingen.
Die Hallen 2005.
Andreas und Miriam Baumgartner führen das Unternehmen.
Rund 150 Maschinen und Anbaugeräte präsentierte das Unternehmen.
Im Hintergrund: Firmenchef Andreas Baumgartner im Gespräch.
Der pensionierte Musikleher Pius Besire sorgte für das leibliche Wohl,
Und verteilte eine Wurst nach der anderen.
Die Werkstatt füllte sich immer mehr.
Auf dem ganzen Gelände waren die Maschinen verteilt.
Dieser Kawasaki mit Spritzaufbau ist eine Eigenkreation von Baumgartner. Damit können sechs verschiedene Spritzmittel getestet werden.
Bei diesem Prototypen wurde das Chassis verstärkt.
Schlossereichef Jonas Friedli zeigt einem Besucher die verschiedenen Geländer. Er ist der Göttibueb von Andreas Baumgartner.
Andreas Baumgartner ist zudem Vizepräsident des Verbandes Agrotec Suisse.
John Deere gehört zu den Hauptmarken auf dem Gelände.
Die Maschinen begeistern auch die Kleinsten unter den Besuchern.
Diese beiden Besucher sind aus Endingen mit dem Velo angereist.
Die Traktoren sind die grössten Maschinen auf dem Gelände.

Die Baumgartner Landmaschinen GmbH in Tegerfelden hat zu einer Ausstellung geladen. Der Anlass: ihr 25-Jahre-Jubiläum.

Stefanie Garcia Lainez

Dass er einmal sein eigenes Unternehmen führen würde, war für Firmengründer Andreas Baumgartner früh klar. «Schon während der Lehre wusste ich, dass ich mich selbstständig machen möchte», sagt der 49-Jährige. «Das liegt in der Familie», ergänzt er und lacht. Sein Vater Alois Baumgartner machte 1975 sein Hobby zum Beruf und legte den Grundstein zum heutigen Weingut Baumgartner.

Zwei Jahre nach Firmengründung startete der erste Lehrling

1996, schon kurz nach der Ausbildung als Landmaschinenmechaniker bei Bucher-Guyer in Niederweningen, setzte Andreas Baumgartner sein Vorhaben in die Tat um. Sein Onkel Heinz Baumgartner, der vor fast 60 Jahren die gleichnamige Firma gegründet hatte, stellte ihm eine alte Werkstatt im Dorf zur Verfügung.

Zwei Jahre später zog Andreas Baumgartner rund 200 Meter Luftlinie entfernt an den aktuellen Standort und stellte seinen ersten Lehrling ein. «Meinen Beruf dem Nachwuchs weiterzugeben, ist für mich eine Herzensangelegenheit», sagt er. 2010 kaufte er das Gebäude, baute um und verdoppelte die Fläche. 2012 kam noch ein Unterstand für Neumaschinen und vor einem Jahr die vergrösserte Halle für die Schlosserei dazu.

Unterdessen zählt sein Unternehmen nebst ihm, seiner Frau und dem Lehrling zwei Landmaschinenmechaniker und zwei Schlosser – alles ehemalige Stifte. «Gerade ist der zwölfte Lehrling gestartet», sagt Baumgartner. Zu seinen Kunden zählen zehn grössere Gemeinden, darunter Baden, Villigen, Würenlingen oder Bad Zurzach, Rebbauern und Landwirte sowie Private.

«Nebst Gemeindefahrzeugen, Spritzen oder Eigenkreationen wie der Auslaubwagen für den Rebbau haben wir auch zahlreiche Kärcher-Gartengeräte und Rasenmäherroboter.» Zudem fertigten seine Schlosser Spezialkonstruktion wie Dosiertrichter für Holzschnitzelanlagen her.

Der Göttibub wird bis in zehn Jahren übernehmen

Die Coronakrise spürte auch Baumgartner. «Das war sicher nicht ein Jahr wie sonst», sagt er. «Aber immerhin durften wir immer offen haben und arbeiten.» Als sehr wichtig in all den 25 Jahren nennt er den Rückhalt in der Familie und im Freundeskreis:

«Und vor allem auch, dass meine Frau Miriam komplett umgesattelt hat und zu 100 Prozent in den Betrieb eingestiegen ist. Das ist nicht selbstverständlich.»

Sie machte diverse Weiterbildungen und Schulungen für die Büroarbeit, den Verkauf und die Maschinenauslieferungen. Anfang dieses Jahres ist auch sein Göttibub in den Betrieb eingestiegen. «Bis in zehn Jahren wird er übernehmen.» Vielleicht gemeinsam mit Baumgartners 18-jährigen Tochter, die zurzeit eine Ausbildung als Pharmaassistentin macht.

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