Atomkraft
Streit um Brennelemente: Framatome stoppt Lieferungen für AKW Leibstadt

Die ungenehmigten Lieferungen von Brennelementen an das Kernkraftwerk haben Konsequenzen: Der Hersteller will vorerst nicht mehr nach Leibstadt liefern.

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Vorerst will Framatome nicht mehr nach Leibstadt liefern. (Archivbild)

Vorerst will Framatome nicht mehr nach Leibstadt liefern. (Archivbild)

Gaetan Bally / Keystone

Vergangene Woche erstattete eine deutsche Umweltschutzorganisation Anzeige gegen den Brennelemente-Hersteller Framatome, weil dieser im Dezember Brennstäbe an das Kernkraftwerk in Leibstadt (KKL) geliefert hatte. Hintergrund ist ein Gerichtsverfahren, welches diese Lieferungen verhindern sollte. Wie die Berliner Tageszeitung «Taz» berichtete, weist Framatome den Vorwurf illegaler Handlungen zurück. Man habe über «gültige Ausfuhrgenehmigungen» verfügt, heisst es. Das zuständige deutsche Bundesamt weist diese Darstellung allerdings laut «Taz» zurück: Das gerichtliche Verfahren habe aufschiebende Wirkung für genehmigte Lieferungen.

Framatome derweil kündigte an, vorerst keine Lieferungen von Brennelementen an das KKL vornehmen zu wollen. «Um einer weiteren Eskalation entgegenzuwirken, hat die Framatome GmbH entschieden, bis zu einer gerichtlichen Klärung von weiteren Lieferungen an das Kernkraftwerk Leibstadt abzusehen», schreibt das Unternehmen gemäss «Taz». (dru)