Klingnau
Städtchen feiert 775. Geburtstag mit Grenztour und Lichtspektakel

In diesem Jahr feiert Klingnau sein 775-Jahr-Jubiläum. Geplant sind eine Wanderung mit Bootsfahrt an der Gemeindegrenze entlang, spezielle Stadtführungen und eine Fotoausstellung. Das offizielle Jubiläumsfest ist für den Geburtstag am 26. Dezember vorgesehen.

Angelo Zambelli
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Das OK der 775-Jahr-Feier, vorne, v.l.: Mirjam Bolliger, Stefan Zurbuchen, Christina Andreatta. Hinten, v.l.: Ralph Lutz, Monika Häfeli, Elvira Mrose, Hans Brönnimann, Walter Nef, Marco Canonica. Es fehlt Kilian Vogel.

Das OK der 775-Jahr-Feier, vorne, v.l.: Mirjam Bolliger, Stefan Zurbuchen, Christina Andreatta. Hinten, v.l.: Ralph Lutz, Monika Häfeli, Elvira Mrose, Hans Brönnimann, Walter Nef, Marco Canonica. Es fehlt Kilian Vogel.

foto a-z gmbh

«Ein kleines Stück Pergament – erstaunlich gut erhalten, wenn man bedenkt, dass es rund 750 Jahre alt ist. Nur die Siegel sind ein bisschen abgebröckelt. Trotzdem kann man die Zeichen des Abtes Arnold von St. Blasien und des Freiherrn Ulrich von Klingen noch einigermassen erkennen.» Mit diesen Sätzen wird im 1989 erschienenen Buch «Clingenowe – Klingnau, Epochen, Ereignisse und Episoden» das Dokument beschrieben, mit dem am 26. Dezember 1239 der Tausch zwischen dem Kloster St. Blasien und Ulrich von Klingen besiegelt wurde.

Das Kloster erhielt die Insel Beznau und trat dem Freiherrn als Gegenleistung den 12 Meter hohen Schotterhügel ab, auf dem heute das Städtli Klingnau steht.

Ursprünglich war geplant, den 777. Geburtstag als fusionierte Gemeinde zu feiern. Nach der Döttinger Ablehnung entschied Klingnau, das Jubiläum bereits 2014 zu feiern, um eine Terminkollision mit der Döttinger 777-Jahr-Feier zu vermeiden.

Das Organisationskomitee «775 Jahre Klingnau» unter dem Co-Präsidium der Gemeinderäte Elvira Mrose und Stefan Zurbuchen hat ein Programm mit diversen aufs Jahr verteilten Anlässen auf die Beine gestellt. Der Startschuss erfolgte am Neujahrsapéro mit Geschichtenerzähler Jürg Steigmeier, der den Besucherinnen und Besuchern erklärte, wie Klingnau tatsächlich zu seinem Namen kam.

Ein erster Höhepunkt der 775-Jahr-Feier» ist am 6. September geplant. Auf einer Wanderung der Gemeindegrenze entlang können die Klingnauer ihren Wohnort noch besser kennenlernen. Der Weg führt durch Feld und Wald, über Stock und Stein – und wo die Gemeindegrenze in der Aare verläuft, helfen die Pontoniere mit ihren Booten aus.

Wem die Wanderung zu beschwerlich ist, kann am Nachmittag an einer Stadtführung teilnehmen, an der bekannte Gebäude wie das Schloss und die Propstei besichtigt werden. Als Besonderheit öffnen Private ihre Keller und Dachböden.

In einer Fotoausstellung im Rittersaal sind Bilder aus den letzten Jahrzehnten sowie wertvolle Requisiten wie der Originaltauschvertrag und der Klingnauer Büttenträger – ein Trinkgefäss aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts – zu sehen.

Das offizielle Jubiläumsfest findet am 26. Dezember in der Stadtkirche mit anschliessendem Lichtspektakel im Freien statt.