Gippingen
Sportlicher Jahresabschluss für die ganze Familie am Stauseelauf

Am 35. Gippinger Stauseelauf treffen Läufer aller Alterskategorien aufeinander. Einige kommen, um sich in diesem Jahr ein letztes Mal sportlich zu betätigen, andere, um ein gutes Resultat zu erzielen - und einige kommen wegen der Socken.

Britta Gfeller
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Die Läufer trotzen am Stauseelauf der beissenden Kälte.

Die Läufer trotzen am Stauseelauf der beissenden Kälte.

Britta Gfeller

Ein Knall zerschneidet die angespannte Stille. Er gibt den Kindern, die ungeduldig hinter der Linie gewartet haben, das Zeichen zum Start. Sofort rennen die warm eingepackten Mädchen und Jungen los. Die jungen Läufer sind bereits um eine Biegung verschwunden, als auch noch ein besonders kleines Mädchen freudestrahlend an der Hand seiner Mutter die Strecke entlangtrabt.

Am Gippinger Stauseelauf am Silvestertag sind alle willkommen, Kinder und Erwachsene jeden Alters starten in unterschiedlichen Kategorien. «Hier geht es natürlich um den Sport, aber auch ums gesellige Zusammensein», sagt Ok-Mitglied Michael Frei.

Die Zuschauer warten gespannt auf die ersten Läufer
17 Bilder
Gemeinsam macht den jungen Läufern das Aufwärmen mehr Spass
Die Walker starten als erste um den See
Die Walker drängen sich hinter der Startlinie
Die Strecke führt über die Aarebrücke
Die Laufstrecke um den Stausee ist sieben Kilometer lang
Die Sportler laufen sich warm
Die Läufer trotzden der beissenden Kälte
Die Läufer bringen etwas Farbe in die neblige Umgebung
Die Läufer sind gut ausgerüstet
Die lange Strecke führt rund um den Stausee
Die kleinen Läufer geben alles
Die Jüngsten geben Vollgas
Die Jugendlichen heben ab
Am Ende entscheidet der Schlussspurt
Als erste Gruppe starten die Walker um den See
Alle Alterskategorien sind am Lauf vertreten

Die Zuschauer warten gespannt auf die ersten Läufer

Britta Gfeller

Volksfeststimmung beim Start

«Wir machen seit 12 Jahren mit», sagt Evi Stocker, die als Walkerin an den Start geht. «Das ist immer wie ein Volkslauf, Jung und Alt ist dabei. Jedes Jahr sehen wir wieder die gleichen Leute.» Im Startbereich stehen Leute in Grüppchen beisammen und unterhalten sich angeregt. Andere wärmen sich gemeinsam für den rund sieben Kilometer lange Lauf um den Stausee auf. Einige Kinder flitzen zwischen den Grossen umher oder tanzen ausgelassen zum Takt der aus Lautsprechern dröhnenden Musik.

Für viele ist der Stauseelauf ein Familienausflug. «Wir sind zum zweiten Mal dabei», sagt Christian Bühler. Seine Kinder Sarah, Lea und Samuel rennen in der Kinderkategorie mit. «Letztes Jahr haben wir aus einer Laune heraus mitgemacht, wir sind eigentlich keine Läufer», sagt der Vater. Doch nun habe ihn der Ehrgeiz gepackt, diese Jahr versuche er, seine Zeit zu verbessern. Trainiert habe er dafür aber nicht sonderlich viel, verrät seine Frau. Zwei Mal, um genau zu sein. Tochter Lea hat eine andere Motivation, am Stauseelauf teilzunehmen. Sie freut sich über das Startergeschenk, das jeder Läufer erhält: ein Paar Socken. Sarah springt auf der Stelle. «Ich bin ein bisschen nervös», verrät sie. «Hier schauen so viele Leute zu.»

Einer der wenigen Winterläufe

Vor allem im Zieleinlauf ist der Andrang gross und der Lärmpegel dementsprechend hoch. Hier bejubeln Kinder vom Strassenrand aus ihre Grosseltern oder rufen solche, die den Lauf bereits hinter sich haben, den anderen Sportlern aufmunternde Worte zu. Vielen von ihnen wärmen sich an einem heissen Tee.

Doch während des Laufs scheint die Kälte keinen zu stören. «Im Winter gibt es sonst fast keine Läufe. Toll, dass wir hier mitrennen können», sagt die 10-jährige Tabea Zehnder, die gemeinsam mit ihren Freundinnen Lea Humbel und Elin Erne gestartet ist. Die drei machen sonst Orientierungsläufe. «Es ist schön, dass wir hier mal ohne Unterbrechung rennen können», sagt Lea und Elin ergänzt: «Wir haben uns kein Zeitlimit gesetzt. Wir haben Spass und möchten einfach das Ziel erreichen.»

Natürlich sehen nicht alle der rund 1000 Teilnehmer den Lauf so locker wie die drei Mädchen. «Manche legen einen übertriebenen Ehrgeiz an den Tag», sagt Werner Huwiler lachend. Früher startete er als Läufer, jetzt ist er mit den Walkingstöcken unterwegs. Der Stauseelauf ist für ihn etwas besonderes: «Das ist der sportliche Abschluss des alten Jahres und gibt mir den nötigen Kick fürs Neue.»