Döttingen
Schwingfest-Organisatoren hoffen auf 6000 Festbesucher

Am 4. August beginnt das 105. Nordwestschweizerische Schwingfest in Döttingen. OK-Präsident Markus Birchmeier über die Vorbereitungen, seine Erwartungen und mögliche Schwierigkeiten.

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Markus Birchmeier (im blauen Hemd) im Schwingkeller – die Vorfreude auf das Fest steigt

Markus Birchmeier (im blauen Hemd) im Schwingkeller – die Vorfreude auf das Fest steigt

Silvan Merki

Vier Sägemehlringe und 150 Athleten: In knapp zwei Wochen startet das Nordwestschweizerische Schwingfest in Döttingen. «Zu den grössten Aufgaben bis zur ersten Paarung zählt der Aufbau der Festarena», sagt Markus Birchmeier, Präsident des Organisationskomitees. Rund eine Woche plane man dafür ein. «Wir müssen zudem Festzelte, Stände und Bars aufstellen», sagt er.
Auf 3000 Sitzplätzen und 500 Stehplätzen werden die Zuschauer die Duelle der Schwinger mitverfolgen können. «Ich bin überzeugt, dass die Arena am Sonntag beim Hauptwettkampf voll sein wird», sagt Birchmeier. Der Vorverkauf sei gut gestartet, aber man werde auch noch vor Ort Tickets kaufen können. 15 bis 38 Franken kostet der Eintritt für den Schwingplatz. «Neben den Wettkämpfern werden Fahnenschwinger, Jodler, Alphornbläser und eine Trychlergruppe auftreten - es wird neben Sport viel Kulturelles geboten.»
Schwierige Suche nach Helfern
Ein Knackpunkt während der Vorbereitung sei die Suche nach Helfern gewesen. Vor wenigen Wochen fand in der Nachbargemeinde Klingnau das Eidgenössische Pontonierwettfahren statt. «Finanziell haben sich Schwingfest und Pontonierwettfahren nicht konkurrenziert», sagt Birchmeier, «aber es war nicht leicht, genügend Helfer zu finden.» Man habe nun 400 Helfer gefunden - beim Schwingclub Zurzach, verschiedenen Vereinen aus der Gegend und dem Zivilschutz.
Schwierigkeiten habe dem Organisationskomitee auch das Areal bei der Turnhalle Bogen bereitet. «Es ist für unsere Bedürfnisse und Bauten fast zu klein, wir brauchen jeden Quadratmeter.» Um genügend Parkplätze anbieten zu können, müsse man Wiesen benutzen. Dass man sich für Döttingen als Austragungsort entschieden habe, sei aber von Beginn an klar gewesen. «Der Schwingclub trainiert seit Jahren in Döttingen und wird von der Gemeinde finanziell unterstützt.»
Der Anlass werde von Sponsoren sehr gut unterstützt, sagt Birchmeier. «Wir mussten uns nie Sorgen um die Finanzierung machen. Allein in die Infrastrukturbauten können wir über 100 000 Franken investieren.» Dazu habe das Organisationskomitee viele Spender gefunden, was einen überdurchschnittlich grossen und schönen Gabentempel ermögliche. Der Gewinner des Schwingfestes erhält den Hauptpreis - Muni Ueli. Die weiteren Lebendpreise: ein Pferd, ein Fohlen, ein Rind und ein Kälbchen.
In den Festhütten und Bars werden an beiden Abenden unterschiedliche Bands auftreten. Es sei ein Ziel des Organisationskomitees, durch die Verschmelzung von Sport, Brauchtum und moderner Kultur ein Volksfest für jedermann zu präsentieren.
Nachwuchs darf in Arena schwingen
Das Schwingfest startet bereits am Samstag, dann dürfen sich 120 Nachwuchsschwinger in der Arena duellieren, zuschauen kostet nichts. «Meine grosse Hoffnung ist, dass wir auch an diesem Nachmittag viele Besucher haben werden», sagt Birchmeier. Ebenfalls am ganzen Wochenende kostenlos ist der Zugang zum Festareal. «Insgesamt erwarten wir an den beiden Tagen rund 6000 Besucher», sagt Birchmeier. Er hoffe, dass er viel vom Fest und den Wettkämpfen miterleben werde. «Ich hätte meinen Job im Vorfeld nicht richtig gemacht, wenn ich am Wochenende noch ständig rumrennen und organisieren müsste.»

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