Lengnau
Schülerinnen organisieren Sporttag der besonderen Art

Zwei Schülerinnen der Abschlussklasse haben einen etwas anderen Sporttag gestaltet. Die Schülerinnen und Schüler absolvierten verschiedene Posten im BereichSport, Geschicklichkeit und Wissen.

Peter Jacobi
Merken
Drucken
Teilen
Im Riesentöggelikasten wird aus allen Positionen aufs Tor geknallt. pid

Im Riesentöggelikasten wird aus allen Positionen aufs Tor geknallt. pid

Limmattaler Zeitung

«Eus stinkts» ist vielfach von den Jugendlichen zu hören, wenn die Schule ihren Sporttag ankündigt. Statt lustlos mitzumachen, hatten Joy Spittaler und Antigona Dakaj eine bessere Idee. Die beiden Schülerinnen der 4. Sek b in Lengnau nahmen den Sporttag als Thema für ihr Abschlussprojekt. Als Erstes starteten die beiden eine Umfrage bei ihren Schulkolleginnen und Schulkollegen der Sekundar- und Realschule.

Eine bunte Mischung aus Sport, Geschicklichkeit, aber auch aus allgemeinem Wissen wurde bevorzugt. Die beiden Organisatorinnen erstellten Zeit- und Einsatzpläne. Mit einer altersmässigen Durchmischung in den 16 Gruppen, die sich aus zwölf Klassen zusammensetzten, wurde die Stärke ausgeglichen. An acht Posten konnten Punkte gesammelt werden, die zur Schlussrangliste zählten. In der Halle wurde Volleyball und Unihockey gespielt.

Bei der Stafette um Hindernisse, über Balken und durch Ringe zählten die transportierten Bälle. Schnelle Spielzüge gab es im Basketball zu bestaunen. Im Riesentöggelikasten war kein langes taktisches Geplänkel gefragt. Die an Stangen fixierten Spieler versuchten, den Ball durch die vielen Füsse ins gegnerische Tor zu bringen.

Das ganze Team gefordert

Wie auf dem Spielfeld war auch das ganze Team gefordert beim Lösen der Denksportaufgaben. Zwanzig Minuten waren vorgegeben, um das auf dem Boden aufgemalte Riesen-Sudoku zu lösen. Im Element fühlten sich die Jugendlichen, als es darum ging, bekannte Hits zu erraten. Manchmal kam bereits beim zweiten Ton die Lösung. Im Quiz «Einer gegen einen» wurden Fragen zum aktuellen Sport, aber auch zum Schulwissen gestellt. Von den Lehrern, die als Schiedsrichter «angestellt» waren, bekamen die beiden Organisatorinnen Joy Spittaler und Antigona Dakaj durchwegs Lob: «Sie haben an alles gedacht.»

Joy und Antigona gaben zu, es habe schon Mut gebraucht, allein vor Lehrpersonen und Schüler hinzustehen und ihr Projekt vorzustellen. «Aber ich glaube, es hat uns auch etwas für die Zukunft gebracht», fügt Joy Spittaler an. Für die beiden gilt es nun, einen Abschlussbericht zu ihrem ungewöhnlichen Projekt zu verfassen. Ihre Arbeit wird dann benotet und anschliessend an einer Ausstellung vorgestellt.