Koblenz
Schüler fallen bei Schulreise in den Rhein – und werden abgetrieben

Diese Rhein-Fahrt vergessen die Schüler einer Ostschweizer Oberstufenklasse nicht so rasch: Als sie bei Waldshut (D) an der Schweizer Grenze mit ihren Kajaks an Land gehen wollen, fallen fünf von ihnen ins Wasser und werden abgetrieben.

Nadja Rohner
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Die Oberstufenklasse – 14 Schüler im Alter von etwa 15 Jahren – war mit drei Erwachsenen in Kajaks auf dem Rhein unterwegs. (Symbolbild)

Die Oberstufenklasse – 14 Schüler im Alter von etwa 15 Jahren – war mit drei Erwachsenen in Kajaks auf dem Rhein unterwegs. (Symbolbild)

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Gestern hat die Polizei bekannt gegeben, dass der Fall der Babyleiche vom Kraftwerk Albbruck in der TV-Sendung «Aktenzeichen XY» thematisiert wird. Der getötete Säugling war vor vier Wochen im Treibgut aufgefunden worden.

Eine Userin von AZ Online meldete sich daraufhin in einem Leserkommentar zu Wort: «Komisch! Und ausgerechnet heute sucht die Polizei und die Feuerwehr den Rhein oberhalb dieses Kraftwerkes wieder ab, nachdem alle mit Blaulicht herangerast sind.... Zufall?»

Ja, das sei ein Zufall, sagt Roland Pfister, Medienchef der Kantonspolizei Aargau auf Anfrage der az. Mit dem Babyleichen-Fall habe der Einsatz nichts zu tun gehabt. Vielmehr handelte es sich um eine «Hilfeleistung».

Eine Oberstufenklasse aus der Ostschweiz – 14 Schüler im Alter von etwa 15 Jahren – war mit drei Erwachsenen in Kajaks auf dem Rhein unterwegs. Laut Pfister sind die Schüler offenbar in Schwierigkeiten geraten: «Auf Höhe Koblenz-Waldshut wollen sie am deutschen Ufer landen. Dabei trieben sie wegen der Strömung ab. Fünf Personen fielen daraufhin ins Wasser, alle anderen konnten sich selbst helfen.»

Einer der Lehrer habe Hilfe angefordert. Beamte der Kantonspolizei Aargau, der deutschen Polizei sowie der Grenzwache seien ausgerückt. Die Schüler hätten Schwimmwesten getragen und konnten sich an beide Rheinufer retten.

«Nach etwa einer Stunde hatten wir wieder alle 17 Personen gefunden und konnten sie an einem Sammelort zusammenbringen», sagt Pfister.

Ein Blick auf das Hydrodatenportal des Bundes zeigt: Der Rhein bei Koblenz erreichte gestern Nachmittag einen deutlich höheren Pegel als in den vergangenen 40 Tagen, allerdings nicht ganz so hoch wie bei den Hochwassern Anfang Mai.