Klingnau
Schon wieder ein Polizeieinsatz – diesmal lag ein kugelförmiger Knallkörper im Bach

Nach dem Fund eines Sprengsatzes am Dienstag in den Reben hat eine Privatperson am Mittwochnachmittag einen weiteren Sprengkörper gefunden.

Philipp Zimmermann
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Polizeieinsatz Klingnau
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Weiter unten ist die Flüestrasse bei der Einmündung zum Wisstrottenweg gesperrt.
Diesen Knallkörper fand die Polizei im Achenbergbach.
Polizeieinsatz am Dienstag in Klingnau - Blick auf die Grabenstrasse, wo sich der Hintereingang zum Polizeiposten befindet
Diesen Sprengkörper hate eine Privatperson im Rebberg gefunden und zum Polizeiposten gebracht.
Polizei und Spurensicherung fanden schon am Sonntag, 22. März, Rückstände eines detonierten Sprengkörpers im Klingnauer Rebberg.

Polizeieinsatz Klingnau

Kapo AG

Im Klingnauer Rebberg fand am Dienstag eine Person einen Sprengkörper und brachte ihn auf den Polizeiposten. Darauf folgte die Absperrung des Polizeipostens für rund drei Stunden. Spezialisten des Forensischen Instituts in Zürich nahmen sich dem Sprengsatz an und brachten ihn in ihr Labor.

Am Mittwochnachmittag läuft nun in Klingnau bereits der nächste Polizeieinsatz. Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, bestätigt dies. "Es ist noch ein Knallkörper gefunden worden", sagt er. "Er lag in einem Bach." Es handelt sich um den Achenbergbach bei der Einmündung des Schwändiwegs in die Flüestrasse. Gefunden hat den Knallkörper eine Privatperson und dies kurz nach 14 Uhr gemeldet.

Absperrung auch am Traubenweg.

Absperrung auch am Traubenweg.

Leserreporterin

Während der Sprengsatz in den Reben aussah wie eine Stange Dynamit mit Zündschnur, um die Klebeband gewickelt war, handelt es sich diesmal um einen "kugelförmigen Knallkörper", wie Graser ausführt. Wieder ist ein Forensiker-Team im Einsatz. Der Fundort wurde weiträumig abgesperrt. Bewohner in höheren Lagen konnten die Flüestrasse nicht passieren. Zirka um 16.45 Uhr hob die Polizei die Sperrung wieder auf.

Polizeieinsatz am Dienstag in Klingnau - Blick auf die Grabenstrasse, wo sich der Hintereingang zum Polizeiposten befindet

Polizeieinsatz am Dienstag in Klingnau - Blick auf die Grabenstrasse, wo sich der Hintereingang zum Polizeiposten befindet

Leserreporter

Die Vermutung liegt auch hier nahe, dass es sich um einen Knallkörper jener unbekannten Täterschaft handelt, welche im März über mehrere Wochen solche selbst gebastelten Sprengsätze explodieren liess, spätabends, nachts und frühmorgens, teilweise im Rebberg. Die Bevölkerung wurde dabei regelrecht aufgeschreckt.

Seit Mitte März ist es in Klingnau ruhig geblieben. "Wir haben seit einigen Wochen keine entsprechenden Meldungen mehr erhalten", sagt Graser. Die beiden Funde vom Dienstag und von heute Mittwoch geben den Ermittlungen nun neuen Schub. Die Spezialisten des Forensischen Instituts werden sie in ihrem Labor untersuchen.

Spurensicherung im Klingnauer Rebberg am 22. März:

Mitarbeiter der Spurensicherung am Sonntag, 22. März im Klingnauer Rebberg.
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Nach einer Meldung zu Rückständen eines möglichen Knallkörpers sichert die Spurensicherung diese.
Am frühen Sonntagmorgen hatte es in Klingnau - nicht zum ersten Mal - laut geknallt.
Eine unbekannte Täterschaft hatte den Knall offenbar mit einem Sprengkörper verursacht. Die Knalle sorgten für eine gewisse Verunsicherung.
Blick vom Rebberg auf Klingnau. Viele Bewohner hörten den Knall.
Blick vom Rebberg ins nahe Städtchen. Viele Bewohner hörten den Knall und wurden aufgeschreckt.
Zuerst waren Beamte der Regionalpolizei Zurzibiet vor Ort.
Die Repol Zurzibiet sperrte den Tatort ab, ehe die Spurensicherung kam.

Mitarbeiter der Spurensicherung am Sonntag, 22. März im Klingnauer Rebberg.

Philipp Zimmermann

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